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Zweyter Band.
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Januar 1765 eine Anzahl Bürger, fünfhundert stark, drohete,auf das RathhauS zu kommen, um diesen zwar durch den Laufder Jahre bekräftigten, aber für eine republikanische Obrigkeitwenig paffenden Gebrauch aufhören zu machen, beschloß derRath, an dem alten Herkommen nichts zu verändern. Mündlichund schriftlich bekämpften sich die Negatifs und Repräsentanten,bis endlich der für seine Sicherheit besorgte Magistrat die Ver-mittler wieder anrief, Vom Merz 1766 bis in den Januar1767 waren diese, mit mancherley Versuchen beschäftigt, zu Genfversammelt. Man verboth, etwas über die Streitigkeiten zudrucken. Einen Vermittelungs-Entwurf, dem nach manchen Ver-änderungen der König von Frankreich und die beyden Cantonsbeystimmten, nahmen die Räthe an, die Bürgerschaft hingegenverwarf denselben mit großer Mehrheit. Zuerst verreiste der Fran-zösische Abgeordnete. Zürich und Bern riefen nun die ihrigenauch nach Hause, und pflegten mit dem Französischen Both-schafter Beauteville zu Solokhurn neue Unterhandlungen. Un-geachtet aller Einwirkungen, Drohungen und wirklichen Kränkun-gen , welche die zu Paris sich aufhaltenden Genfer von der Volks-partey erfuhren, verweigerte die Bürgerversammlung die Annahmemit 1095 gegen 515 Stimmen. Der damahls noch junge, nachherals Schriftsteller berühmt gewordene Delolme trug durch einelebhafte Denkschrift viel dazu bey. — Mit nicht weniger Be-harrlichkeit vertheidigten auch die Räthe ihre Vorrechte. Nocham 20 Februar 1768 verwarfen sie den Vorschlag der Reprä-sentanten, die Besoldung der Syndics auf looo, diejenige derRathsherren auf 500 Thaler zu erhöhen, um nicht, wie siesagten, die Rücksicht auf Vortheile zu begünstigen, zugleich aberauch um Leuten ohne Vermögen den Eintritt in den Rath zuerschweren. Die Entzweyten erfuhren nun, wie gefährlich essey, die Hülfe einer Macht anzurufen, deren Unzufriedenheit ver-derblich werden kann.

Jene, der Volkspartey bey der letzten Vermittelung günstiggewesene Stimmung des Französischen Cabinetö und seines Mu