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der königliche Commiffair abhohlen lassen wollte, wurde von denWüthende» umgeworfen. In verwegener Unbesonnenheit schoßennun Gaudot und sein Neffe aus dem Fenster, todtsten einenMann, und verwundeten mehrere andere. Ergrimmt drang dasVolk in das Haus. Gaudot wurde durch drey Flintenschüssegelobtet, und unter dem Rufe: „Es lebe der König!" entfernten sichdie Thäter. Aber nichts desto weniger plünderten zügellose Rot-ten in dem Hause. Die Schuldigsten entflohen, und die Schwächedes Magistrats veranlaßte den königlichen Bevollmächtigten, dieHülfe der IV verbündeten Orte Bern, Luzern, Freyburg undEolothurn für einen Zuzug von sechshundert Mann anzurufen.Mit zwölf Kanonen rückte» diese am 20 May ohne Widerstand zuNeuenburg ein. Die IV Orte gaben die schriftliche Jusicherung,dieß geschehe nur zu Wiederherstellung des Ansehens der Regie-rung und des Magistrats. Am nähmliche» Abende trafen auchihre Abgeordneten ein. Zehen Entwichene wurden zum Todeverurthcilt, und die Strafe an ihren Bildnissen vollzogen;andere verbannt oder mit Geldstrafe» belegt. Die Stadtwurde entwaffnet, mußte die Kosten bezahlen, und die Sorgefür die Nachgelassenen des Ermordeten auf sich nehmen. Dennachkheiligen Einwirkungen erbitterter Beamten setzten sich red-liche und unerschrockene Vorsteher des Landes entgegen. Einezu Murten eröffnete Conferenz der IV Orte, auf welcher Luzernund Freyburg sich weniger unbedingt auf die Seite des Köni-ges neigten, als Bern und Solothurn, arbeitete mit Angele-genheit auf den Zweck einer Ausgleichung hin. Am 10 Augustzogen- die Truppen wieder ab, nachdem die Stadt sich der Con-ferenz unterworfen hatte. Dem vom Könige ernannten neuenGouverneur, General Lentulus, wurde die Beendigung dieses Ge-schäftes überlassen; nur bothen die Cautone ihre Vermittelung an,wofern ein Bedürfniß sich ergeben sollte. Die weise Mäßigungund die wohlwollenden Gesinnungen des großen Kö'nigs erleich-terten die Ausgleichung der Angelegenheiten. Am 20 Novem-ber wurde der Entwurf der nachfolgenden Paeification von alle»