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andere Vorzüge bey, und unterschieden sich dadurch von derübrigen Landschaft, oder den XIX Vogteyen. Mehrere Ver-suche der Bürger, die ehemahlige Gleichheit herzustellen, warenniedergedrückt, und von langem her war dagegen die Ruhe derLandschaft nicht gestört worden.
In dem Städtchen la Tour öe Trenne, in der LanövogteyGnrrs, entstand während der Siebziger-Jahre eine lebhafte Wi-dersetzlichkeit gegen die Ansprüche der Obrigket auf die Forst-rechte in dem Walde Soutan, und gegen das obrigkeitlicheVerboth vollzog die Gemeine den Holzschlag. Wegen der Theil-nahme an diesen Maßregeln wurden der Castellan Chenaux undsein Sohn Peter Niclaus bestraft, der letztere von der Stadt-majorstelle, welche er bekleidete, entsetzt, verhaftet, auf ein Jahrin seine Pfarre verwiesen, und von öffentlichen Versammlungenausgeschlossen. Hierüber erbittert verband er sich mit dem Ge-richtschreiber und Advocaten Niclaus Castellaz von Geiers, undJoh. Peter Raccaud von St. Anbin. Die öffentliche Kundma-chung, welche die Obrigkeit nach der Beylegung der Unruhenerließ, erzählt von Chenaux, er habe ein beträchtliches Vermö-gen dnrchgebracht, verschiedene Prozesse gegen seinen Vater undseine Anverwandten verloren. Kaufmännische Unternehmungenseyen ihm fehlgeschlagen, und durch den Handel mit Maulthie-ren habe er sich die Mittel verschafft, im Lande umher Bekannt-schaften und Einfluß zu finden; den Raccaud schildert sie als ei-nen heuchlerischen Frömmler. Andere Nachrichten sagen, Che-naux sey mit der Geschichte und den ältern Verhältnissen seinesVaterlandes bekannt und nicht ohne Bildung gewesen. DieseMänner machten das Volk gegen die Regierung mißtrauisch,und beschuldigten sie ungerechter Eingriffe in die Rechte LeSVolkes. Aur nähmlichen Zeit verbreitete sich in der Stadt Frey-burg das Gerücht, man werde der Bürgerschaft die jährlichenAustheilungen des Salzes entziehen, und eine Auflage für dieUnterhaltung einer zahlreichen Besatzung einführen. In der al-ten Landschaft waren Viele mißvergnügt über die Abschaffung