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Zweyter Band.
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einiger überflüssiger Feyertage, welche von Rom selbst hergekom-men war. Auf der ganzen Landschaft sprach man von einerbevorstehenden Auflage auf die Hausthiere, u. dgl. m. Che-naux und seine Gehülfen mochten zur Ausbreitung dieser Ge-rüchte beygetragen haben; allein sie konnten auf Unterstützungaus der Stadt selbst hoffen.

Unter solchen Umständen wachen bey jedem Volke Erinne-rungen ehemahliger Verhältnisse, und mit diesen Ansprüche auf.Schon im Februar 1781 versuchte es die Regierung, da« Volkdurch eine öffentliche Kundmachung wegen dieser Gerüchte zuberuhigen. In Zusammenkünften einiger Mißvergnügten zuDulle, in der zweyten Hälfte des Aprils wurde vorgeschla-gen , am St. Johannes - Feste, wo die Obrigkeit unddie Bürgerschaft in der Hauptkirche versammelt sind, sichzahlreich, unbewaffnet, Und nur mit Stöcken versehen, nachFreyburg zu begeben. AuS Besorgniß, durch Zögerung sich inGefahr zu stürzen, drangen Andere darauf, man sollte am 3May sich des Zeughauses bemächtigen, dann die Thore und diewichtigsten Posten besetzen, sich des Staatssiegels versi-chern, durch einen Aufruf das Volk zu gewinnen suchen, denRath nach Eutbefinden anders bestellen, und durch die Neu-gewählren die Ansprüche der Gemeinen erfüllen lassen; auchsollen Drohungen gegen verhaßte Regierungsglieder vorgebrachtworden seyn. Mehr über den Tag, als über den Plan selbstmögen die Mißvergnügten einverstanden, dabey aber mit großenHoffnungen auf Beyfall und Unterstützungen aus der Stadt selbsterfüllt gewesen seyn. Einige beschuldigten in der Folge den Che-naux und seine Gehülfen der Absicht, sich der öffentlichen Caffenzu bemächtigen, und, im Falle des Mißlingen«, mit einem Theilederselben durchzugehen.

Schon am 50 April hatte die Obrigkeit Kunde von derVolksbewegung, und man versuchte es, sich CHenaux zu bemäch-tigen; allein er und sein Anhang waren bereits zu stark, und siebeschlossen nun, ihre Schritte zu beschleunigen. Die Regierung