hingegen beharrte auf seinem Entschlüsse, sich nicht mehr in dieAngelegenheiten der unbelehrbaren Stadt zu mischen. Bald for-derte der Französische Anführer Marquis von Jaucourt den Ber-nerschen zur Mitwirkung auf, und Bern glaubte, sich dieser Ein-ladung nicht entziehen zu können. Die Dauer des ungewissendrohenden Verhältnisses, bey welchem wenig Hoffnung vorhan-den war, die sich Häufenden Besorgnisse zu zerstreuen, schwächteden Muth der Repräsentanten, die laut ausgesprochen hatten,eher unter den Trümmern Genfs zu Grunde zu gehen, als sichzu ergehen. Als am 39 Juni die Anführer der Truppen derdrey Fxisde gebiethenden Mächte, wie man sie nannte, die Stadtzur ltebergabe aufforderten, waren die entmuthigten Anführerschon dazu bereit; aber aus Furcht por der Entrüstung deraufgeregten Menge wagten sie es nicht, dieser die UnterwerfungVorzuschlagen, weil zuerst noch die Mehrheit her Bürger zur Ver-' theidignng entschlossen war. Als auch die Bemühungen derGeistlichkeit und anderer Personen fruchtlos blieben, so wurdezum vierten oder fünften Mahle um Aufschub gebethen, und die-ses von den Belagerern bewilligt; allein diese setzten mittlerweileshre Arbeiten ungehindert so fort, daß die des Krieges kundigenAnführer in der Stadt endlich selbst keine Vertheidigung mehrmöglich fanden. Anaräiie herrschte; Vorwürfe verfolgten dieHäupter der Volksbewegung; den Natifs und Habitanten wollteman nicht gestatten, über die Frage der Uebergabe mitzustimmcn.Durch die größten Anstrengungen brachte man es endlich dahin,daß nicht die Dürgerversammlungen, sondern Ausschüsse abstimmensollten. Schnell wurden diese noch spät in der Nacht zusammenberufen, Auch hier erklärte sich zuerst noch die Mehrheit fürdie Vertheidigung. Geistlicher und weltlicher Einfluß und dasBefinden der Kriegserfahrenen wurde zu Hülfe gerufen. Vielestimmten mit gezogenen Degen, und endlich entschied eine Mehr-heit von sechszehn Stimmen für die Uebergabe. Die Geißelnwurden in Freyheit gesetzt, um sie der Wuth der Erbittertenzu entziehen. Viele von den letztem schössen ihre Gewehre von
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