solchen Handlungen des Fleisches nehme die Seele nicht Theil,und Gott rechne sie nicht zu. OeffentlicheS Aergerniß mit wirk-lichen Verbrechen verbunden hatten 1751 ihre gewaltsame Un-terdrückung zur Folge.
Unter den reformirten Theologen zeichnete sich zu Genf Al-phons Lürretin (starb 1737) in seiner Jugend durch seinen Wi-derstand gegen die kormüls conseneus und seine Bemühungenum die Vereinigung der Lutheraner und Reformirten, und spä-ter noch als Gelehrter, Theologe und Prediger aus. AehnlicheVerdienste erwarben sich durch zahlreiche Schriften seine beydenFreunde Samuel Werenfels zu Basel (starb i74o) und Joh.Friedrich .Osterwald zu Neuenburg 1747. Äste drey erreichtendas Greisenalter, und horten nicht auf, wirksam und thätig zuseyn. Sie und andere Beförderer besserer Ueberzeugungen hat-ten gegen manche Angriffe zu kämpfen. Aehnliches geschah zuAürich. Der Doctor Jakob Scheuchzer wurde des Mangels derRechtgläubigkeit beschuldigt, weil er das copernicanische Plane-ten-System lehrte. Der Theologe Aimmermann mußte in seinerJugend die Schriften LockeS, Clericus, Werenfels, u. dgl. ganzim Verborgenen lesen. Er und sein gelehrter College Breitin-ger erfuhren manche Anfechtung von strengern Blutsbrudern.
Allgemeine Aufmerksamkeit erregten die Schicksale des zu Ba-sel 169z gebornen Diacon Joh. Jakob Wettstein, eines Urenkelsdes Bürgermeisters. Er verbarg seine Anhänglichkeit an dieLehre von der allgemeinen Gnade Gottes sllniveroolismus) sowenig, daß mehrere seiner ältern Amtsbrüder gegen ihn auftra-ten, und die Gesandten von Aurich und Bern auf den Antriebeiniger ihrer Theologen denjenigen von Basel anzeigten, Wettsteinpredige nicht sehr orthodox, und er gedenke, ein griechisches Te-stament herauszugeben, in welchem einige gefährliche Stellenenthalten seyen. Er versuchte nähmlich die Verbesserung oderHerstellung einiger ungewissen Lesearten, und erklärte einige an-dere nicht so, wie die Anhänger des Consensus. Von Aürichher wurden geistliche und weltliche Behörden in Basel noch mehr