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aufgefaßt wirk». Jenes alte Herkommen, das Privatleben derersten Magistraten durch die äußern Formen der Diplomatik nichtstören zu lassen, wurde beybehalten. Ungeachtet Aürich der be-ständige Vorort war, brachte die Erwählung zur Bürgermeister-'Würde in dem Hauswesen des neuen Staatsvorstehers keineVeränderungen hervor. Als der Englische Gesandte sich 1762zu Aürich verabschiedete, wurde er im Gasthofe bewirthet, undeinige Regierungsglieöer leisteten *) ihm Gesellschaft, ohneTheilnahme der ersten Magistratöpersonen. Eben dieß geschahin andern Fällen, und oft zeigten die fremden Diplomaten ihreAnkunft und Abreise dem Vororte nur schriftlich an. Alle dieseFormen blieben unverändert bis zur Staatsumwälzung. Diekleinen Städte, in welchen die Tagsatzungen, gehalten wurden,bothen wenig Zerstreuung an.
Nach dem Toggenburger-Kriege unterhielt die AiiricherischeStaats-Canzeley einen Briefwechsel mit dem Preußischen Ge-sandtschafts-Secretär auf dem Reichstage, Koch von Lundt, wel-che? dafür jährlich 20 Ducaten erhielt, und als ihm 1721 fremdeCorrespondenzen verbothen wurden, übernahm durch seine Einlei-tung der Secretär des Wetterauischen Grafen-CollegiumS dieseBerrichtung. 1728 bestellte Aürich einen Corresppndenten zu Pa-ris, der wöchentlich zwey Mahle schreiben mußte, und dafürjährlich 100 Gulden erhielt. Bey den Unterhandlungen wegender Erneuerung des Französischen Bundes 1739 beriethen sichdie evangelischen Orte, ob sie einen Minister bey dem Franzö-sischen Hofe anstellen sollten. Von der auswärtigen Politik hiel-te» die EidSgenossen sich entfernt. Als z. B. im December1772 der Polnische König StanislauS seine Protestation gegendie Vertheilung des Reiches eingab, antwortete man: Nachder Maxime der Altvordern könne die EidSgenoffenschast in solcheStreitigkeiten nicht eintreten, Gleichwohl behaupteten einzelne
E) Dieß hieß man in der echsgenöffischen Canzrlepsprache ver<Lesellfchaften,