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in demjenigen Cantone, dem man etwas berichten wollte. Oftwird in den Protocollen nur mit ganz allgemeinen Ausdruckengesagt, ein Gegenstand sey berichtet oder verhandelt worden, ohneihn näher zu bezeichnen. So heißt es z. B- , man habe diesewichtige Berichterstattung eines Abgeordneten, der genannt wird,über den Erfolg seiner Sendung angehört, ohne irgendwo zu sa-gen, worin diese Berichterstattung bestand. — Die Conferenzzwischen den XIII Orten und der Stadt Sitten 1753, von wel-cher die sechs andern Zehnten des Wallis, ungeachtet der erhalte-nen Einladung, weggeblieben waren, erließ aus Baden Vorstel-lungen sowohl an d'ie Stadt Sitten, als an die sechs Zehnten.Hierauf wird in dem Abschiede gesagt, man habe sich verschiedeneGedanken über dasjenige mitgetheilt, was zu thun seyn möchte,wenn diese Vorstellungen ohne Wirkung bleiben würden; dochsollen diese Gedanken dem Abschiede nicht beygerückt werden,u. dgl. m.
Um nicht durch den Gebrauch einer Sprache, deren man sichnicht ganz mächtig fühlte, der auswärtigen Diplomatik einenVortheil einzuräumen, bedienten die Eidsgenossen sich gegen die-jenigen, welche in ihrer Landessprache schrieben, umgekehrt derDeutschen Sprache. Dieß geschah auch gegen den König vonFrankreich und seinen Bothschafker, dem zu diesem Ende ein Doll-mrtscher zugegeben war. An Großbritannien schrieb man Latei-nisch. Gegen eigene Gesandte und gegen Staabüoffiziere in frem-den Diensten bediente sich der Vorort der Worte Ihr und Euch.Dieß geschah noch in den Neunziger-Jahren gegen den GrafenAffry, als dieser das Amt eines General-Obersten der Schwei-zer verwaltete. Durch die Nachahmung auswärtiger Gebräucheund durch das demüthigt Benehmen derjenigen, welche von denBehörden etwas zu erhalten wünschen, steigen aller Orten dieTitel und Curialien. Die Benennung „gnädige Herren" ging von denObrigkeiten der regierenden Städte auf die demokratischen und aufMagistrate von Municipalstädlen über. Die Häupter, welche frü-her Weisheit genannt wurden, erhielten den Titel Gnaden, den