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men, sehr gering. Diele Männer, welche ihr ganzes Lebenhindurch und bis in die höchsten Staatswürden dem Vaterlandegedient hatten, opferten weit mehr auf, als sie dabey erwarben.Ohne eigentliche Auflagen, nur aus den Zinsen angesehener Gel-der, aus den Grundzinsen, Zehenten, dem Salz-Monopol, dersehr bedeutenden Abgabe, welche die Kaufleute von Zürich *)bezahlten, und dafür den Großhandel ausschließlich betrieben,aus den Domainen und einigen ähnlichen Hülfsmitteln wurdendie Bedürfnisse des Staates bestritten. Große Summen wurdenjährlich für öffentliche Zwecke, Unterstützungen, Straßen, Ge-bäude, u. dgl. verwandt. Die Privatwohlthätigkeit bey Un-glücksfällen, Feuersbrünsten, Ueberschwemmungen, u. dgl. gingso weit, daß die einzelnen Beyträge oft beträchtliche Theile derjährlichen Einnahme auch weniger begüterten Geber enthielten.
Das nähmliche Zeugniß gebührt der Bernerstchen öffentlichenVerwaltung; nur war in diesem Cantone die Rechtspflege lang-sam und kostbar. Bey weit größern Finanzquellen that Bernfür öffentliche Zwecke noch weit mehr als Zürich. Dem Augeund der Prüfung blieb wenig zu wünschen übrig; und währenddaß Straßen, Brücken, öffentliche Gebäude in bestem Zustandesich befanden, Hospitäler kostbar aufgeführt wurden, befriedigtesich die Regierung mit einem alten einfachen Rathhause, zwarnicht ohne den Gedanken, aus ihren reichen Ersparnissen undohne Belästigung des Landes ein Prachtgebäude an dessen Stellezu setzen.
Weit besser waren zu Bern die obern Landesbehörden, reich-lich die meisten Lanövögte, Canzeley - und andere Beamten be-soldet. Ein größerer Geist waltete in der Regierung. Der Thä-tigkeit, dem Erwerbsfleiße, der Entwickelung geistiger Fähig-keiten waren keine lästigen Schranken gesetzt; nur behielt daS
G) Einzelne KaufmannShäuser, deren Vermögen einige hundert-tausend Gulden nicht überstieg, bezahlten in einem Jahre zwey, dreyUnd noch mehr tausend Gulden.