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Zweyter Band.
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zeigt, seine Anstalten im Waatlande gehen mir auf Behauptungder Neutralität; man wurde jeden Angriff auf Genf als eineFeindseligkeit ansehen und sich darnach verhalten. Endlichbeschloß die Nationalversammlung, wenn die Schweizer sich zu-rückzögen, sollte Genf der Neutralität genießen.

Zürich und Kern entsprachen um so viel eher, als ihre Con-tingente durch Einflüsterungen und ausgetheilte Druckschriftenbearbeitet wurden, doch ohne in ihrer Mannszucht wankend zuwerden; aber von diesem Augenblicke an gab der allen Franzö-sischen Heeren zugekommene Befehl, diejenigen zu unterstützen,welche sich in Freyheit zu setzen wünschen würden, den Gen-ferschen Mißvergnügten die Zuversicht, ihre Plane in Erfüllungzu bringen. Ansaßen, Landleute und Fremde, von unzufriedenenBürgern selbst unterstützt, bemächtigten sich im December 1792plötzlich des Zeughauses. Um sich nicht fruchtlos dem Verder-ben Preis zu geben, setzten der Rath und die übrige Bürger-schaft ihnen keinen Widerstand entgegen. I» einer stürmischenGeneralversammlung wurden die bisherigen Behörden entsetzt,und, um auf der kleinen politischen Schaubühne das große DramaFrankreichs nachzuspielen, der Reihe nach verschiedene Verwal-tungsausschüsse und eine Nationalversammlung selbst angeordnet.Noch dauerte einige Zeit lang ein äußerer Schein von Mäßi-gung und Ruhe fort; aber Erbitterung und Mißtrauen erhiel-ten immer neue Nahrung, und kaum konnten uneigennützigeFreunde der Ruhe heftige Ausbruche hindern. Dem wohldenkendenChateauneuf, der seine heftigen Aufträge, so viel er vermochte,gemildert hatte, war in der Französischen Residentenstelle derränkevolle Soulavie nachgefolgt. Die Hoffnung, durch die An-nahme einer lange bearbeiteten Verfassung die Ruhe wieder zugewinnen, führte ihr viele Stimmen zu, und sie wurde im Anfangedes Jahres 1794 mit einer großen Mehrheit angenommen. ImApril wurden wieder Syndic« und Räthe eingesetzt , unddieß mit dem Ausdrucke von Hoffnungen an Zürich und Bernmitgetheilt. Bern konnte sich nicht sogleich entschließen, in der