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Zweyter Band.
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pfindungen möchten beunruhigend werden, schlug der Bischof dirForderung ab. Eine heftige, über die meisten Landesgegendensich ausdehnende, mit Drohungen verbundene (Nahrung war dieFolge davon. Wer den Rath Vieler nachsucht, geräth oft durchdie Antworten in Verwirrung. Bern und Solothurn empfah-len Festigkeit, Basel Milde. Schon glaubte man, sich vor Ein-flüsterungen des unzufriedenen Pcuntruter-Volkes aus einrückendeeidsgenöffische Truppen fürchten zu müssen, und weil die Be-sorgnisse über Frankreichs Beyspiel jeden andern Gedanken ver-drängten , ciethen Bern und Solothurn dem Bischöfe an, kai-serliche Executions-Truppen zu fordern. Basel, welches über diemöglichen Folgen ihres Durchmarsches durch sein Gebieth sichnicht täuschte, ungeachtet der kaiserliche Resident denselben em-pfahl, mißrietst) dem Bischöfe diese Maßregel, und der geheimeRath des Vorortes stimmte ihm bey. Abgeordnete von Bern,Basel und Solothurn vermittelten zu Pruntrut nicht, obgleichsieben Meyereyen die Huldigung verhießen, wenn die Landständezusammen berufen würden; indeß der Schweizer-Clubb zu Pa-ris das Pruntrutische Volk aufregte, und vor den Schweizeri-schen Aristokraten warnte. Die Nachricht, ein Aufruhr seynahe, machte Basel nachgiebig, und Zürich empfahl nun deneidsgenössischen Ständen die Zulassung eines Durchpasses für einoder zwey Oesterreichische Compagnien, weil es nur ein ReichS-land betreffe; doch war man darüber nicht einmüthig in demAürichrrischen großen Rathe. Schafhausen und Glarus wollten,die Einwilligung noch verschieben, und die innern Rhoden vonAppenzell glaubten, man sollte keinem Fremden den Durchpaßgestatten; man wäre stark genug, die Ruhe in der Eidsgenossen-schaft beyzubehalten, wozu auch sie bereit seyen.

Noch im Februar hatte oer kaiserliche Minister, Fürst Kaunkz,an den Residenten von Tassara geschrieben, er finde die Wei-gerungsgründe nicht unerheblich; jeder freye Staat könne nachseinem Belieben handeln; der Bischof möchte die Schwierigkei-ten heben, und in der Behandlung seiner Unterthanen sich lie-