Band 
Zweyter Band.
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uung, sondern Berns Regierung bewirkte in der Folge auchseine Entlassung zu Petersburg. Er hatte eine Bittschrift andieselbe im Nahmen des WaatlandeS für die Jusammenberufungder Landstände entworfen und drey Bekannten mitgetheilt; auchnachher versuchte er, die Kaiserinn Catharina zur Uebernahme desSchiedrietiteramtes zwischen Bern und der Waat zu bewegen.Neue bittere Flugschriften der Verbannten und anderer Perso-nen vermehrten Berns Unruhe, und mit dieser seine Wach-samkeit, dir hinwiederum bey manchem Unzufriedenen die Er-bitterung erhöhcte. Stärkere Auöbrüche hinderten die kräftigenAnstalten.

Als 1792 die Franzosen Savoyen besetzten, Genf bedrohe-ten, und diese Stadt selbst sich der Revolution hingab, hieltdie starke, von Bern aufgestellte Waffenmacht jede Aufstrebungzurück, und einige Verbesserungen in der Verwaltung befriedig-ten Viele. Die nachfolgenden unseligen Ereignisse zu Genfund die Französische SchreckenSzeit stimmten manches erhitzteGemüth herab. Während daß ein Theil des Adels und derStädter, die sich von Bern herab gedruckt fühlten, ihre unzu-friedene Stimmung fortsetzten, blieb hingegen der große Theildes Landvolkes seiner Regierung sehr zugethan. Als Frankreichund Oesterreich 1797 sich einander wieder näherten, bewilligteBern, der Französischen Aufforderung entsprechend, eine Amne-stie, durch welche auch das eingezogene Vermögen des AmadenSLaharpe seinen Erben zurück gegeben 'wurde; nur blieben dieje-nigen ausgenommen, die als Anstifter angesehen wurden, durchihre Feder die Regierung beleidigt und das Volk zum Aufstandangereizt hatten.

Allgemeine Ruhe hatte seit mehrecn Menschenaltern auf derZürichecischen Landschaft geherrscht. Die Wohlthätigkeit der Re-gierung und des Hauptortes, die vielen gemeinnützigen Anstal-ten, die in Vecgleichung mit andern angrenzenden Gegendensehr niedrigen Taren und Sporteln ließen die große Iah! derLandbauer keinen Druck fühlen, und diejenigen, welche von Tha-