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Herrschaften vor. ^ Die Veltliner entließen inzwischen die DünS-nerischen Beamten; Velrlin kündigte förmlich den Gehorsamauf; Eleven und Worms folgten nach, und nur das St. Jakobs-Thal suchte, bey Bünden zu bleiben. Napoleon sprach von Auf-nahme der Herrschaften als eines vierten Bundes, ungeachtetihre Abgeordneten die größte Abneigung dagegen zeigten. End-lich bestimmte er den 10 October zum Tage des Ausspruches.Ein Theil der Bündner war nicht ungeneigt, sich durch freyeBruder zu verstärken; ein anderer hoffte auf Oesterreich, undnoch Andern graute es vor dem Beytritte eines schlauen eindeut-schen Volkes in den ohnehin schon zerrissenen Kreis, Die Mehreder Gemeinen waren nicht entschieden; der anberaumte Tag ver-strich ; Napoleon, des Hinhaltens eben so ungewohnt, als dieBündner einer kurzen peremtorischen Frist, nahm die geforderteAnschließung an Cisalpinien an. So brachten die Mißhandlungder Untergebenen und die Entzweyung der Obern dem Bund-uerlande eine schwere Einbuße, wenn anders das Aufhören einesWefltzthumes, welches die Eigenthümer entehrt und entzweyt,(Einbuße) genannt werden kann. Durch eine der größten Ge-waltthaten, an welcher nachher durch Gutheißung auch HöhereTheilnahmen, zog der Volksausschuß zu Sondriö das Eigenthumder Bündnexischen Privaten ein, das auf acht Millionen Mai-ländische Lire geschätzt wurde. Jetzt fühlte man die Schweredes erlittenen Schlages, bestrafte diejenigen, welche das Gesche-hene verschuldet haben sollten, und vermehrte dadurch die bereitsnur zu ausgedehnten Stoffe der Erbitterung.
Die Errichtung einer Cisalpinischen Republik hatte auch inden Italiänischen Vogteyen der Eidsgenossen Wünsche nach meh-rern Freyheiten und für die Einverleibung in dieselbe veranlaßt,und immer unverhohlener pflichtete die, wenn schön mit Umsicht,von dem Abbe Vanelli zu Lauts geschriebene, Aeitung dem neuenSysteme bey. Eine andere stärkere Partey war dem Alten zu-gethan, begünstigte die Ausgewanderten, beförderte die FluchtOesterreichischer Kriegsgefangener, indeß die meisten, nur aus ih?