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der Landes zuträglich seyn und auf gesetzliche Weise eröffnet würden.Selten bleibt in schwierigen Lagen das Vertrauen einer wohlwollendenRegierung unerwiedert. Der Versuch einer allgemeinen, unter denWaffen abzulegenden Eidesleistung für Religion, Verfassung undVaterland , und zur Vereinigung gegen äußere und innere Feinde,an welcher auch die Abgeordneten der Regierung Theil nahmen,fiel bey den meisten Bataillonen, nahmentlich in den vom Seeuferentfernten Bezirken im Gebirge, und vornähmlich um Averdunher sehr günstig aus. In dem Bezirke von Lausanne schwurdagegen nur ein kleiner Theil, zu Nyon das Landvolk, dieStadt aber nicht. Au Vevay getrauten sich die Abgeordnetennicht, die Huldigung zu fordern. Eben so verhielt es sich zuAubonne und zum Theil zu Moudon. Die Unzufriedenen be-mächtigten sich des Schlosses Chillon. Ein Ausschuß that sichin Lausanne zusammen, und fing an, sich als eine Vertretungdes Volkes zu benehmen.
Jetzt glaubte die Regierung, mit den Waffen wirken zu müssen,und als der Nathsherr Erlach von Spiez, bisher einer derkräftigsten Vertheidiger der Aristokratie, den Oberbefehl ablehnte,erhielt denselben der Oberst Rudolf Weiß, der bisher als einAnhänger des entgegen gesetzten Systemes bekannt gewesen war,und durch eine Druckschrift *) zu der günstigen Stimmung derRobespierischen Partey gegen die Eldsgenoffenschaft beygetra-gen hatte. Ungewöhnliche Vollmachten stellten die ganze Be-waffnung des Waatlandes unter seine Befehle, und der Regie-rungsauSschuß kehrte zurück. Der neue Befehlshaber besprachsich mit den Führern der Unzufriedenen, sah ihren Maßregeln,die das Volk in Bewegung setzten, zu, schrieb eine Abhandlung,welche die Gemüther umstimmen sollte **), und ließ dennoch in-zwischen Drohungen laut werden. Durch Ueberraschung wurdevon Aigle her Chillon den Mißvergnügten wieder entrissen,
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