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tien sich nicht bereden, baß jemand ihre Verfassungen erschüt-tern und ihnen Freyheit bringen wolle; in vielen Gegendenhoffte man, seine Wunsche au« eigener Kraft zu verwirklichen,und traute den Französischen Verheißungen, baß in diesem Falledie Franzosen die Schweiz nicht betreten werden. Von denzahlreichen Freunden de« Alten hofften Viele, durch Festhaltenund Zögern sich ohne große Einbußen durch die Krise durcharbeitenzu können; hin und wieder schmeichelte man sich jetzt noch, Frank-reichs Plane gehen nur auf das Waatland, und eine kleinlicheEifersucht sah in diesen nur eine Demüthigung der ihr verhaß-ten Größe Lern«. — Zum Widerstände gegen Frankreichs gc-waltthätige Einmischung vereinigten Vaterlandsliebe und Ehr-gefühl zahlreiche Freunde eingreifender politischer Veränderungenmit den Vertheidigern des Alten, die immer noch auf auslän-dische Hülfe hofften, indeß gerade diejenigen, welche die allge-meine Lähmung der Europäischen Cabinete und die aus dem gro-ßen Widersprüche zwischen dem, was die Einen forderten, unddie Andern einräumen wollten, nothwendig bevorstehende, innereZerrüttung des Vaterlandes am richtigsten beurtheiltem, und da-her wenig von dem Widerstände hofften, und noch Andere sichjetzt noch schmeichelten, durch Nachgiebigkeit den arglistigen Ueber-muth der Französischen Machthaber zu besänftigen.
Unaufgefordert, aus eigenem Antriebe beschloß am 31 JennerLuzerns großer Rath Abschaffung der aristokratischen Regierung,die Einberufung Abgeordneter vom Lande, um sich über eine neue,auf Freyheit und Gleichheit gegründete Verfassung zu berath-schlagen, nur mit einsweiliger Beybehaltung der richterlichen undvollziehenden Gewalt *), und hoffte dadurch, Frankreich zu ent-
(*) Nachdem wir in Erwägung gezogen haben, da? die Men-schenrechte, die wesentlich unverjährbar und unveräußerlich in derVernunft der Menschen ihre Grundlage haben, überall zur Sprachegekommen und anerkannt sind; daß der Zweck jeder Regierung ge-sicherte Ausübung eben dieser Rechte mittelst Errichtung einer ist-