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Zweyter Band.
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teten ähnliche Forderungen an die regierenden Stände. — In denersten Tagen des Februars entstand zu Hitzkirch, in den obernfreyen Aemtern, ein Tumult. Sehr ruhig verhielten sich dagegendie untern freyen Aemter und die Grafschaft Baden, wo nureinige der Angesehenern sich mit Nachdruck für eine Verände-rung erklärten. Allgemein war die Bewegung. Indeß Jüri-cherische Angehörige die demokratischen Cantone um Unterstützungansuchten, wandten die Höfe von Rappersweil sich, um von derStadt frey zu werden, an Jürich, und die Stadt Dießenhofen,welche auf Unabhängigkeit dachte und mit der Anschliepung andas übrige Thurgau zögerte, nahm ihre Angehörigen zu gleichenRechten auf. Bald entsagten die äußern Rhoden ihrem Antheilean der Oberherrlichkeit über ihre einzigen Unterthanen, die Rhein-thaler. Eben so nachgiebig benahmen sich die Glarner für ihrenAntheil an allen gemeinen Herrschaften. Sehr abweichend wa-ren die Aeußerungen der übrigen Cantone. Eine von dem Vor-orte auf den 26 Februar nach Frauenfeld ausgeschriebene Tag-satzung sollte diese Angelegenheiten und die Wünsche der bereitsunabhängig erklärten oder die Unabhängigkeit suchenden östlichenLandschaften, in den Schweizerbund aufgenommen zu werden, inBerathung nehmen; aber die baldige allgemeine Auflösung lösteauch ihre Wirksamkeit auf.

Stürmischer entwickelte sich die Staatsveränderung in denwelschen Vogteyen. Junge Männer von Lugano und Mendrisio,durch einige CiSalpinische Offiziere und durch Leute, die man imBergamascischen und PreScianischen gesammelt hatte, unterstützt,überraschten, zweyhundert und vierzig Mann stark, am S5 Hör«nnng früh den Flecken Lugano, um eine Vereinigung mit Cisal-pinien zu bewirken. Sie wurden von den Einwohnern zurückgetrieben; aber nun entwickelte sich bey diesen allgemein derWunsch der Unabhängigkeit; doch in Vereinigung mit der Schweiz.Ein ähnlicher Versuch auf Mendris hatte einige Tage späterzuerst den nähmlichen Erfolg; allein von Cisalpinien her unter-stützt behaupteten sich die Anhänger des neuen Nachbarstaates