teil. Die Abgeordneten reisten wieder zu ihm hin, und im ern-sten Tone gab er ihnen sein Ultimat, unverzüglich eine provi-sorische Regierung einzuführen, Maßregeln zu Festsetzung einerVerfassung zu nehmen, durch welche Freyheit und Gleichheitgesichert werde; die wegen politischer Meinung Verhafteten loszu lassen; die eigenen Truppen und diejenigen der andern Can-tone zurück zu ziehen; nach Erfüllung dieser Bedingungen wer-den auch die Franzosen sich zurück ziehen, und nur dann wiedereinrücken, wenn die Regierung ihre Hülfe anrufen sollte.
Am 26 war Erlach von achtzig seiner Offiziere, Mitgliederdes großen Rathes, begleitet, in diese Versammlung gekommen,und Lurch die Entschlossenheit der Freunde des Widerstandesbegeistert, ertheilte ihm der große Rath die Vollmacht, mit demAbflusse des Waffenstillstandes die Feindseligkeiten zu eröffnen.Bald gingen seine Befehle an alle Abtheilungen vom Saanenlandebis jenseits Solothurn, um am 2 März einen allgemeinen An-griff zu beginnen. Am 28 Februar kamen die Abgeordneten vonPayerne zurück. Erlach und seine Waffengefährten waren inder beweglichen Versammlung nicht mehr zugegen; Viele, nocheingedenk der Ermahnungen einer vor wenigen Tagen angekom-menen Baselschen Deputation, die, von drey Schafhausern be-gleitet, Nachgiebigkeit dringend empfohlen hatte, von derGröße der immer drohender» Gefahr erschüttert, und am 1 Märzwurden die Vollmachten Erlachs wieder zurück genommen. AmAbende erhielt er den Befehl, nicht anzugreifen, der sein Heer mitUnwillen und Mißtrauen erfüllte, und den bereits hoch gestiege-nen Glauben an Verrä'therey noch mehr bestärkte. Das UltimatBrüne's wurde größten Theils angenommen. Der ZüricherscheRepräsentant, Statthalter Wyß, und Landvogt Tscharner eiltenin der Nacht noch ein Mahl zu Brllne. Frostig, aber nochbindender erneuerte er sein Ultimat, so daß er nun auch nachEntlassung der Bernerschen und eidsgenössischen Truppen-Ab-theilung die Scinigen im Lande stehen zu lassen forderte, bis dieConstitution angenommen seyn werde. Alle Bedingungen soll-