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Zweyter Band.
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ten auch auf Freyburg und Solothurn anwendbar seyn. Daßer eine Verlängerung des Waffenstillstandes auf dreyßig Stun-den ganz unumwunden gestattet habe, wird nicht allgemein zu-gegeben; aber bey ihrer Rückreise sahen die Abgeordneten dieFranzösischen Truppen schon in Bewegung.

Einen Befehl zum Angriffe hatte mittlerweile der Kriegsrathvon Bern gegeben, und nach zwey Stunden zurückgenommen.Am 3 März legte der große Rath Lurch das Uebergewicht einernicht sehr großen Mehrheit seine Gewalt nieder, und übertrugdieselbe einer provisorischen Regierung, die aus den zwey undfünfzig Stellvertretern des CantonS und aus drey und fünfzigGliedern des aufgelösten großen Rathes bestand, die von jenenzwey und fünfzig gewählt wurden. Neben andern Behördenund Bcamtungen ward auch der Krieg-rath verändert, und dieVerwirrung stieg auf den höchsten Punkt.

Am Abende des 1 März hatte der Berncrsche Oberst Groß,mit Rücksicht auf den erhaltenen Befehl zum Angriffe, Schaueu-burgs Vorposten angezeigt, Abends um zehn Uhr werde derWaffenstillstand zu Ende gehen; allein als er nach dem Empfangedes Gegenbefehles die Aufkündigung zurück nahm, wollte Schauen-burg darauf nicht mehr hören. Schon am 1 harte dieser ohneKriegserklärung das alte Svlothurnische Schloß Dornach, nahebey Basel, angreifen lassen, welches noch vier und zwanzig Stun-den lang Widerstand leistete. Der Angriff einer BernerischenAbtheilung bey Vingels wurde von den Franzosen zurück gewor-fen , und am frühen Morgen überraschten sie mit großer Ueber-legcnheit den Bernerschen Posten bey Lengnau, wo ein Obcr-lZuder-Dataillon dem vielfach stärkern Feinde tapfern Widerstandthat, sich aber endlich mit Verlust zurück ziehen mußte. Nocheinige Mahle versuchten die Denier vergeblich Widerstand, ohneunterstützt zu werden. Schon um zehn Uhr stand Schauenburgvor Solothurn. Die in ihrem Innern selbst nicht sichere provstsorische Regierung capitulirte. Die Berner, deren Artillerie durchfeste Haltung sich rettete, indeß ein anderer Theil der Truppen