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her, niche ohne eigene Gefahr, 100,000 Franken nach Aaraugebracht hatte, weggenommen. Schmerz und Unwillen erfülltendas Herz eines jeden Schweizers, in welchem nicht die Gefühleder Ehre und der Vaterlandsliebe ersterben waren. Nun un-terwarf Rapinat die Zeitungen und Flugblätter seiner Censur,und den gesetzgebenden Räthen theilte er einen Beschluß mit, derdem Helvetischen Volke verboth, den Gesetzen und Verordnun-gen zu gehorchen, welche den Maßregeln der Französischen Be-hörden zuwider seyen. Kräftig erhob sich gegen alle diese Ge-waltthaten das Helvetische Direktorium. Die gesetzgebenden Räthetheilten seine Empfindungen, und der Helvetische Minister Zelt-ner gab dem Französischen eine dringende Vorstellung ein. Ochs,der in der Drrettorwah! durchgefallcn war, und andere Ehr-geizige benutzten den Anlaß, um diejenigen, welche frey sichäußerten, als Feinde Frankreichs zu verdächtigen. Ein Schrei-ben des Französischen Direktoriums erklärte dafür Ochsen alsden ersten Patrioten Helvetiens, welcher sein unveränderlichesVertrauen besitze. Heftig sprach er jetzt im Senat, und scheutesich nicht zu sagen, ein Schurke sitze im Direktorium. Am 21.forderte Rapinat die Entlassung Days und Pfyffers, des Gene-ralsekretärs Steck und anderer Beamten, weil sie Diener derOligarchie seyen. Um die Ehre der Behörden zu schonen, ga-ben die gefährdeten Männer die Entlassung selbst. Eigenmächtigernannte Rapinat die Senatoren Ochs von Basel und Doldervon Wildeck, aus Meilen im Canton Zürich gebürtig, der ebenso ehrgeiz als Ochs, aber schlauer seine Plane auszuführen wußte,zu Direktoren, und ließ sie durch den Brigadechef Meunier ein-führen. Im großen Rathe erhob Escher sich laut gegen diese Ge-waltthaten; zwar zeigte schon am 24 Schauenburg der Helveti-schen Regierung gn, das Französische Direktorium mißbilligediese Veränderung, und am 28 wählten die Räthe nicht wiederdie Auögestoßenen, sondern den noch in Paris abwesenden C. F.Laharpe und den bereits eingetretenen Ochs. Der Erstere wolltesich nicht zur Annahme entschließen, bis er sich der Zustimmungder Regenten Frankreichs versichert hatte.