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Zweyter Band.
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zu erfreuen hatten. Oeffentlich schifften über den See zwey-hundert Schwyzer den im Kampfe Begriffenen zu Hülfe,und dreyßig Urner kamen über Selisberg. Am 9 früh unter-nahm Schauenburg einen allgemeinen Angriff. Scharemvcisstreckten die Scharfschützen die vorrückenden Frauzofen zu Boden)Beharrlichen Widerstand fanden diese bey der Capelle zu St.Jakob; viele Hundert fielen vor dem Rotzloche, wo die Schwy-zer und Urner stritten. Endlich besiegten vom Melchthale herdie Angreifer den Widerstand der Landeevertheidiger, und kamenihrem linken Flügel in den Rücken. Bey Kersikten glückte dieLandung. Der Berg wurde erstiegen, und die aufloderndenFlammen der angesteckten Wohnungen brachen den Muth derKämpfer. Um 6 Uhr'des Abends erstarb der Widerstand; alleinnoch lange tobte die Wuth der Sieger.

Schon waren die aufwiegelnden Priester und der Pater Sti-gec entflohen. Unaufhaltsam wütheten alle Gräuel der erbitter-testen KriegSwuth, bis es den Anstrengungen menschlicher An-führer, unter denen die Nahmen Müller und Mainoni aufbehal-ten zu werden verdienen, gelang, die tobende, Rache zu bändi-gen. Dreyhundert sechsundachtzig .Opfer, unter diesen hundert,siebeuundzwanzig Weiber und Kinder, auch Greise und Krankewaren umgekommen, viele in den Flammen, noch mehrere ohneGegenwehr. Eine Menge von Leichen deckten den Fußbodender Kirche zu Stanz. Stanzstaad, Buochs, Kersitten undviele einzelne Gebäude, dreyhundert und sechszehn Wohnhäuser,zweyhundert neunuudzwanzig Scheunen und dreynndachtzig Ne-bengebäude lagen in der Asche, mit ihnen die Wintervorräthefür Menschen und Vieh, und nahe an viertausend Mann kosteteden Bezwingern dieser rühmlose Sieg. Am 7 October huldigtedas bezwungene Land. Allgemein waren Bedauern und Theil-nahme. Täglich ließ Schauenburg zwö'lfhundert Portionen Brodund Fleisch unter die Unglücklichen austheilen. Die Regierungthat, was sie vermochte, durch ihre Beamten, unter welchen derMinister des Innern, Albrecht Rengger, und der nachherige