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Negierungsstatthalter Trutmann von Küßnacht sich durch Auf-munterung der Thätigkeit und zweckmäßige Anleitungen aus-zeichneten. Von ihnen unterstützt, sammelte Heinrich Pesta-lozzi die verlassenen Kinder in ein Waisenhaus zu Stanz. Ausallen Gegenden der Schweiz, vornähmlich aus Allrich, selbstaus dem fernen Auslande trafen reichliche Beysteuern ein. —Ohne Widerstand war am 12 September eine Halbbrigade inden Bezirk Schwyz eingerückt und dessen Entwaffnung vollzo-gen worden. Am 19 geschah das Nähmliche in den BezirkenGlarus und Schwanden, und die Aeughäujer wurden ausgeleert.Im Appenzell, im Rheinthale und in SarganS waren ähnlicheBewegungen bald gestillet worden. Auch in der westlichenSchweiz war die öffentliche Ruhe gestört, und während daß imOberlande an mehrern Orten die Anhänger des Alten entwaff-net wurden, geschah zu Lausanne ein Auflauf zu Gunsten eineswegen aufrührerischer Forderungen verhafteten Stürmers, Nah-mens Raymondin. In Steffisburg sammelte man von Gemeinezu Gemeine Unterschriften, um die Exceution von Schuldforde-rungen zu hindern, bis die Anstifter verhaftet wurden.
Awar nöthigte Frankreichs Regierung die Helvetische Repub-lik nicht, gleich der Cisalpinisäicn und Batavischen, Franzö-sische Truppen in ihren Sold zu nehmen; aber sie forderte da-gegen von degi Lande, das bisher die Neutralität und Absonde-rung von den Europäischen Händeln als seine erste Politik ange-sehen hatte, die Schließung eines Schutz - und Lrutzbündniffes,welches, ungeachtet der abrathenden Stimme EscherS und An-derer, während der Tage, wo die Bezirke Schwyz und Stanzaufbrausten, angenommen wurde. § 2 bestimmt, jede Republikkönne im Falle eines Krieges die andere zur Mitwirkung auffor-dern; doch sollen die Schweizer nicht über das Meer geschicktwerden ; kein Theil soll für sich allein Friede oder einen Waffen-
(') Archiv für-Schlveizergeschichte u. Landeskunde. Zürich 1828-II. S. 208.