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zimmer, indeß bey Doldern Savari und die Minister sich ver-sammelten. Schon wankte ein großer Theil der Angestellten;allein die beyden Genossen Laharpe's wollten seinem Wunschenicht beytreten, die Soldaten aufzufordern, und durch sie dieMinderheit des Direktoriums verhaften zu lassen. Endlich nachfünf Stunden erschien der Beschluß der Räthe, der das Direk-torium auflöste, und mit einer Protestation gegen die Verletzun-gen der Constitution traten die drey Ausgeschiedenen ab, ohnedurch die Anklage des Hochverrathes weiter verfolgt zu werden,unter welchem man den Versuch einer Auflösung' der Räthe ver-standen hatte.
An die Stelle des Directoriums wurde ein provisorischerWvllziehnngsausschuß aus sieben Gliedern gewählt, und, um ei-nen Beweis von Mäßigung zu geben, der Seckelmeister Fri-sching in denselben aufgenommen. Er entsprach den dringendenEinladungen. Die übrigen waren Dolder, Savari, Finster,Glaire, Alt-Schultheiß Dürlrr und Gschwendz.von Altstatten,gewesener St. Gallischer Kanzler. Schon anäzckl bezeugte dasConsulat dem Helvetischen Gesandten zu Paris seine Zufrieden-heit über das Vorgegangene. Das System des Schreckens undder Gewalt war zerstört; aber der Gewaltstreich, der es bewirkte,schlug auch der Helvetischen Republik eine tödtliche Wunde. — Neueheftige Reibungen waren schon dadurch unvermeidlich, daß, indeß inder Vollziehung die Freunde des Alten ein Uebergewicht erhal-ten hatten, die in vielen Cantonen vorgegangenen Wahlen fürdie Erneuerung eines Theiles des Senats hingegen viele eifrigeAnhänger des Neuen in denselben brachten. Der Vollziehungs-Ausschuß entließ nun auch viele Beamte und Behörden, ohnevon den Räthen gehindert zu werden. Eine Amnestie aller po-litischen Verbrechen wurde erklärt. Schon machten die Berech-nungen des ersten Consuls ihm die Beseitigung politischer Be-wegungen in dem ganzen Umfange seines Bereiches wünschbar.Im April suchte der Französische Minister Reinhard durch Pri-valvorstellungen hie Glieder der Räthe zur Aufhebung der