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Zweyter Band.
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die Tagsatzung ausführlich über dir Anträge des aufgestelltenGesetzgebungsausschusses ein. Der VollziehungSrath hatte die Fran-zösische Regierung mit Angelegenheit an die Bezahlung von Vor-schüssen und Lieferungen erinnert, und dadurch gereizt. Bona-parte befremdete sich über die unbedingte Prüfung des Entwur-fes, über den größern Einfluß, den man der jährlichen Tagsatzunggeben wollte, die nach dem Entwürfe vom 29 May von demSenate abhängig war; vornähmlich aber, daß man von einer Ab-tretung des Wallis, oder wenigstens des größern, südwärts vonder Rhone liegenden Theiles nichts hören wolle. Schon warenRepublikaner, die nach Unabhängigkeit strebten, nicht mehr nachseinem Sinne. — Gleichwohl ließ man durch manche bedenklicheVorbedeutungen sich nicht schrecken, sondern als die Nachrichtaus Wallis eintraf, Französische Ingenieure stecken eine Straßevon St. Gingoulph nach dem Simplen ab, wurde sogleich dieIntegrität der Republik beschlossen.

Als wirklicher Gegner der Regierung und des Einheitssyste-mes hatte sich der General Montchoifl schon lange benommen.Einen Agenten des Abtes von St. Gallen, den die Regierungwegweisen wollte, hatte er begünstigt lind als einen Französi-schen Bürger erklärt. Er schlug es ab, eine Französische Com-pagnie in den Bezirk Stanz zu senden, sprach von der noth-wendigen Selbstständigkeit der Cantone, und bey ihm fandenMüller und Reding freundschaftliche Aufnahme und Rath. Andie Stelle des Ministers Reinhard war am 3 October Verni-nac getreten; er äußerte Zweifel, ob die Französische Regierung,eine veränderte Verfassung anerkennen werde. Gegen den Voll-ziehungsrath war er kalt und zurückhaltend; nur Dolöer und dermuntere Savari, der e§ sich bereits gemerkt hatte, mit wemman vereinigt seyn müsse, um in kritischen Zeiten sich am be-sten durchhelfen zu können, standen mit ihm in genauer Verbin-dung. Nachdem der Grundsatz der Einheit und einer starkenCentralität von der Tagsatzung festgesetzt war, gingen Müller,Reding, auch, von ihnen aufgefordert und mit dem Unwillen sei-