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Sinne erhalten. Die wichtigsten Befugnisse, welche er demSenate übertragen hatte, erhielt nunmehr die Tagsatzung, de-ren Wirksamkeit sehr erhöhet wurde. Die auffallende Besoldungdes ersten Landammanns, die lange Amtsdauer der ersten Beam-ten waren vermindert, viele zweckmäßige Bestimmungen beyge-fügt. Man kannte die allgemeine Unzufriedenheit der durch Kahlund Einfluß immer wichtiger werdenden Föderalisten und derGeistlichkeit. Man wußte, daß von Frankreich mehr zu fürch-ten, als zu hoffen sey; aber man ließ sich nicht irre machen undwollte vollenden, was man begonnen hatte.
Vom 25 bis 27 wurden die Wahlen in den neuen Senatvorgenommen. Alle fielen auf Einheitsfreunde. Für die Cantonewurden gewählt: Anöermatt (Oberst), Cartier von Ölten, Crauervon Rothenburg, Derivaz von St. Gingoulph, Kühn, Meyervon Urseren, Morell, Müller-Friedberg, Müller von Thaingen,Muret, Petolaz von Charmey, Rengger, Rusconk, Salis-See-wis, Schund, Truttmann von Knßnacht, Usteri, F. I. von derFlüe, Kollikofer. Die Ernennungen nach freyer Wahl fielenauf F. B. Meyer von Schauenfte, Iiminermann, Koch, Füßli,Pidoux, Wieland, Steck, I. U. Sprecher, Pfenninger vonStäfa, Graf von Appenzell, Laflechere von Nyon. — Schonwährend der Wahlen hatten Rengger, Schmid und Kimmermannerklärt, sie nehmen ihre Ernennungen nicht an, und ausdrücklichbezog sich der Letztere dabey auf die bedenkliche Lage des Vater-landes; dennoch trat die Tagsatzung über diese Ablehnung nichtein. — Dolder, ein Hauptbeförderer des 7 Januars und 7 Au-gusts, immer einverstanden mit den Stellvertretern Frankreichs,und auch fetzt vor Andern im Besitze von Verninacs Vertrauen,hatte vergeblich dasjenige beyder Parteyen zu erhalten gestrebt.Er war in den Wahlen seiner Cantonstagsatzung und auch jetzt,wie Savari, durchgefallen. Bereits war er mit Verninac überdie Behauptung des Entwurfes von Malmaison, mit den Freun-den des Alten über die Emporhebung ihres Ansehens eingetre-ten. Kwar hatten die Glieder der alten Bernerschen Regierung