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von militärischen Strafen. Am 21 May erklärte der kleineRath alle erzwungenen Verzichtlcistungen null und nichtig, gabden Beschädigten Anleitungen zu Wiederherstellung ihrer ver-nichteten Rechtstitel, wofür in Ermangelung jedes andern schrift-lichen Beweises gewissenhafte Angaben unter einigen Beschrän-kungen zuläßlich erklärt wurden, und setzte den Grundsatz fest,der Ersatz der Kosten und die Entschädigungen sollten von denSchuldigen getragen werden. Unruhige Bewegungen, welchesich zu Ende des Monaths in der Gegend von Orbe äußerte»,hatten noch ernstere Maßregeln zur Folge. Lauther, der alsRegierungs-Commiffär an Kuhns Stelle trat, belegte die aus-gestandenen Dörfer von Nyon bis Granson mit einer abschlag-li'chen Anlage von 55,976 Franken. Streng wurde sie beyge-trieben, und den Vorstehern der Gemeinen war Einquartierungangedrohet, wenn man mit der Zahlung säumen würde. AuöFurcht vor der Untersuchung entwichen beynahe zweyhundert Ver-dächtigte nach Genf, Versoix und in andere Französische Ge-genden. Die Verhafteten wurden bis auf fünfzehn entlasse».Am 27 Juli verurtheilte das Spezialgericht Raymond und Mar-cel in Contumaz zum Tode, und in den ersten Tagen des Au-gusts wurden noch einige andere in Contumaz theils zum Tode,theils zu langwieriger Kettenstrafe verurtheilt, bis am 47 Au-gust, als bereits die Französischen Truppen die Schweiz verlas-sen und die drey Länder den Aufstand begonnen hatten, eine doch nurbedingte Amnestie von dem Senate ausgesprochen wurde, dereinige Lage vorher eine unbedingte für die Theünehmer an denunruhigen Bewegungen nn Cantone Zürich während des letzte»Winters bewilligt hatte. (Louils k>agel, Papierverbrenner.)
Sehr ungleiche Eindrücke machte dieser Aufstand auf die ver-schiedenen Gegenden Helvetiens. Noch vor der Unterdrückungdesselben hatten die Districts- und Gemeindsbehsrden des Di-striktes Meilen im Cantone Zürich dem Senate ihren Abscheuüber denselben bezeugt, mit dem Zusätze, sie erwarten von ihmeine definitive Verfassung und einen billigen und gerechten Lo--