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kauf der Zehenten und Grundzinsen. Die Behörden der Di-stricte Horgen, Metmenstetten, Grüningen, Wald und die mei-sten des Distrietes Winterthur folgten diesem Beyspiele nach.Im Cantone Bern beschwerten sich Langenthal, Lotzweil undNutschelen über verbreitete Gerüchte von einer daselvst eingelei-teten Verschwörung, und Sauen über ein anderes Gerücht.von demPlane eines daselbst angezettelten Aufruhres und eines UeberfalleSder Stadt Thun. — In Nidwalden waren am 1 May an dieStelle der bisherigen Munizipalitätsglieder andere gewählt wor-den. Am 2 hatte Mollis die seinigen entlassen und nach alterWeise vier Ratheherren gewählt. Nach Stanz wurden einigeFranzösische Truppen verlegt; allein als der Aufstand im Lemanernsthaft zu werden begann, wurden diese mit denjenigen, die zuLuzern gelegen waren, dahin abgerufen, und dadurch der Ge-danke von einer mißlichen Lage der neuen Regierung in den in-nern Cantonen bestärkt.
Einen besondern diplomatischen Aufstand Hatte der kleine Rathin der Person des Helvetischen Ministers Dießbach in Wien zubekämpfen. Den Umschwung vom 17 April und alle nachfolgen-den Veränderungen mißbilligend, mit der Erklärung, er werdeseinen Tadel dem dortigen gesammten diplomatischen Körper mit-theilen, schrieb dieser am 12 May an den mit den auswärtigenAngelegenheiten beauftragten Staatssekretär, Müller-Friedberg,den er, nach dessen zunächst vorher gegangener AmtSstelle, nurChef einer Division im Finanzdepartement nannte. Er wurdeabgerufen, aufgefordert, Rechenschaft abzulegen, und kein Schwei-zer, sondern der Hofagent Müller von Mühlcck in Wien wurdezu seinem Nachfolger ernannt.
Auch von den öffentlichen Blättern sah der kleine Rath sichangefochten; vor andern durch die Bürklische Zeitung in Zürich.Ausfälle gegen die Französische Regierung und beunruhigende Aeuße-rungen über Helvetiens auswärtige Verhältnisse Hatten die Regie-rung so in Bewegung gesetzt, daß sie am 28 May dieses Blattdurch einen Beschluß unterdrückte, und zugleich die Verbreitung