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Zweyter Band.
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vom 7 Juli begann mit den Worten: „ Da« Ziel Euerer bangen,so oft verfehlten Hoffnungen ist endlich erreicht." Sie sprach vonhergestellter Ordnung, bleibender Ruhe, u. s. f. Für die Ver-waltungszweige verordnete der Senat nicht Ministerien, sondernAusschüsse. Die Staatssecretariate selbst wurden Männern über-tragen , die theils schon Charakter und Einsichten erprobt hat-ten, theils durch die Annahme dieser Stellen nach der so ebenerfahrenen Zurücksetzung ihre Hingebung bewiesen. Renggerübernahm das Innere, Kühn die Justiz, Gottlieb Jenner da«Auswärtige, Lanrenz Küster die - Finanzen, Schmid da«Kriegswesen.

So schien nach einem mehr als zweyjahrigen, schwankendenund willkürlichen Zustande wieder ein verfassungsmäßiger einzu-treten ; allein schon bewölkte sich ring« umher der politische Ho-rizont, und obgleich die Regierung Zuversicht zu zeigen suchte,fehlte diese dennoch selbst dem größten Theile derjenigen, die ihreFortdauer wünschten. Eine Wallfahrt, welche VierzehnhundertMenschen aus Unterwalden vereinigt am 4 Juli nach Einsie-deln machten, schien der Verbothe noch größerer Vereinigungenund Plane zu sey», und zur nähmlichen Zeit forderte auch derRegierungsstatthalter Würsch seine Entlassung.

Am 1Z Abends spät war der Französische Gesandte zumZwecke einer Reise ich die innere Schweiz zu Luzern angekom-men. Schon waren in Sckwyz kriegerische Ehrenbezeugungenfür seinen Empfang vorbereitet, und Ausgeschossene aller Ge-meinen gedachten, ihm in einer Denkschrift ihre Gründe gegendie Annahme der neuen Verfassung einzugeben, als plötzlich einunerwartetes Ereigniß die Regierung in ihrer ganzen Schwächedarstellte, und dem großen, noch gleichsam in seinen Cantoni-rungen zerstreut liegenden Heere ihrer Gegner das Loosungszei-chen zum Angriffe gab. Am Abende des 12 machte Montrichardnicht amtlich, sondern nur vertraulich, Toldern die Anzeige,er habe von dem Kriegsminister den Befehl empfangen, sich mitden unter ihm stehenden Truppen zum Rückmärsche nach Frank-