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Zweyter Band.
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der doch von Frankreichs Unterstützung sprechen durfte, durchKraftäußerungen gebändigt hatte, glaubte sie, den scheinbar schwä-cher» Widerstand in Zürich durch Festigkeit bald nieder zu schla-gen, und dadurch einer wettern Ausdehnung der Gährung zuvorzu kommen. Friedrich May von Schadau, der Lankhekn imLeman nachgefolgt war, wurde nun als Regierungs-Commiffärnach Fittich verordnet. Er sollte die Widersetzlichkeiten gegendie Aufnahme einer' Besatzung untersuchen, in diesem Cantonedas Kriegswesen in Ordnung bringen, und Andermatt warbefehligt, zu seiner Verfügung zwey Compagnien sogleich nachFittich abgehen zu lassen. Von dem Bataillons-CHef Müllerangeführt, näherten sich diese am 8 Morgens dem SihlthorLunversehens so, daß der Bürgerwache kaum die Feit übrig blieb,um die Zugbrücke auszuziehen. Sie kündigten sich als eine ein-fache Truppenverlegung an; allein viele Bürger griffen zu denWaffen und die zwey Compagnien bezogen einen Bivouae imKrauet unter der Sihlbrücke, wo die Munizipalitäk sie mit Le-bensmitteln versah, inzwischen sich sogleich an Andermatt wandteund zwey Abgeordnete an die Regierung schickte«

Am 9 Abends erhielt man Nachricht von dem ÄnMarschtHelvetischer Truppen, und am 10 des Morgens um zwey s»Uhr forderte Andermatt, der mit fünfzehnhundert Manti vor derkleinen Stadt angekommen war, keine nachdrückliche Widersetz-lichkeit vermuthend, die Stadt auf, sich in einer halben Stundezu ergeben oder eine Beschießung zu gewärtigen, die er, ohneeinen verlangten Aufschub zu bewilligen, kurz nach dem Ab-flusse der gegebenen Frist aus zwey Kanonen und vier Hau-bizen mit glühenden Kugeln und Haubizgranatsn begann, undbis fünf s» Uhr fortsetzte. Allein schon hatten die Bürger dieWälle besetzt; ihr Geschütz antwortete dem seinigen, und einAngriff auf das Bollwerk beym Ausflusse deS SeeS wurde ver-mittelst eines lebhaften Gewehrfeuers zurück geschreckt. DurchUebereink'unst wurde inzwischen ein Waffenstillstand bis auf denAbend gestattet.

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