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Kaum hatt» der Vollziehungsrath wieder zu regieren versucht,alt durch Stapfern eine Note Talleyrands vom 22 Fructidorl 9 September) einkam, »ach welcher der erste Consul zwey Ba-taillone von der ersten, und zwey von der zweyten Hülfsbrigadebewilligte, zugleich aber auch sein Bedauern über die in derSchweiz herrschende Uneinigkeit und den Wunsch äußerte, dirUnordnungen aufhören zu sehen, welche deren politisches Da-seyn in Gefahr setzen. — Gewahrte diese Mittheilung einigeschwache Hoffnungen, so schlug die unmittelbar folgende Nach-richt, der erste Consul habe mit übler Laune das Ansuchen umseine Bermittelung verworfen, weil er jede Capitulation der Re-gierung mit einigen aufrührerischen Dörfern zu erniedrigend finde,dieselben noch ein Mahl nieder. Dennoch nahm der Vollzie-hungsrath sich zusammen, dankte, bemerkte aber dabey, zweyunvollständige Halbbrigaden werden das System nicht mehr ret-ten, wie dieß vor einem Monathe geschehen wäre; von derAristokratie und von einer Bauernregierung sey man bedrohet,und mit Berufung auf den Frieden von Lüneville zerfleischeHelvetica seine Eingeweide; durch den Bundesvertrag gewähr-leiste Frankreich das Einheitssystem; die neue Verfassung seygewissermaßen das Werk des ersten Consuls; man bitte daher umthätliche Hülfe.
Vom Oberlande und von Solothurn her drohten die von Wat-tenwyl und Erlach angeführten Ausstände; allein als am tSfrüh die Nachricht eintraf, auch Andermatt nähere sich, saftedie Regierung noch ein Mahl Muth, und wies Effmgern vonWildeck, der sie zur Abdankung aufforderte, ab; doch als de§Nachmittags sich Erlachs Heerhaufen auf dem Treitfelde zeigte,und auf der Höhe der Schoshalden sich aufstellte, eine Besässe-ßung der Stadt, die vornähmlich auf das Rathhauö gerichtetwar, und ein Angriff auf das untere Thor unternommen wurden,steckte man die weiße Fahne auf; und obgleich Erlach, den un-aufhörlich das Besorgniß beschäftigte, Andermatt, der schon desMorgens zu Kirchberg angekommen war, möchte einen Angriff