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von dem Regierungsstatthalter Keller und vielen Bürgern er-muntert, zurück geblieben, bis sie auf Andermatts Befehl am 21früh wegzogen. Nur durch die Hülfe einer bewaffneten Schardes Landvolkes und durch das Einrücken einer Besatzung ausden Ländern wurde am 23 der Umschwung eingeleitet, und einprovisorischer Centralausschuß aufgestellt, dem sich aber Keller,ungeachtet gegen ihn Gewalt versucht wurde, noch ein paar Tagewidersetzte. Mit Feyerlichkeit verbrannten die Freunde der Ver-änderung die Helvetische Kanonierbarke; aber ein beträchtlicherTheil des Landvolkes war begierig nach der Freyheit der Län-der, und eine zahlreiche Versammlung trat in Willisau zusam-men, um sich zu berathschlagen, wie dieser Zweck zu erreichenund die Anerkennung des Ausschusses zu vermeiden sey. Nochein Mahl dachte daö Entlibuch auf eine Anschließung an Un-terwalden, und fragte zu Schwyz, wohin der Ausschuß aucheinen Gesandten schickte, was von den dortigen Verkündigungenzu erwarten sey, ob man das Alte wieder wolle. Durch Dro-hungen ließ es sich zur Ruhe weisen,, gehorchte aber, gleichwieein Theil der übrigen Landschaft, nur unvollkommen.
Anti-Helvetisch, aber ohne den Grundsätzen seiner selbstge-machten Staatsveränderung zu entsagen, versammelte sich am 30das Volk der alten St. Gallischen Landschaft auf einer Lands-gemeine zwischen St. Gallen und Druggen, nahm auch dießMahl die äußern Rhoden zum Vorbilde, wählte einen Landam-mann und andere Landesvorsteher, und beschloß einmüthig, sichan die Tagsatzung anzuschließen; dem Kloster wollte man seineZehenten und Grundzinsen wieder zukommen lassen; dagegensollte dasselbe auf alle politischen Rechte Verzicht leisten, dochaber einen Stellvertreter in den Landrath wählen dürfen. We-niger geneigt zu einer Veränderung, und noch weniger einigunter sich selbst war man im Thurgau und im Toggenburg, woein großer Theil über dem bloßen Gedanken an die Rückkehrzum Alten erschrak, und vorerst die Entwickelung der politischenAngelegenheiten erwarten wollte. Auch die Italiänischen Land-