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Von dem Kaiser Alexander eingeladen, trat die Eidsgenossen-schaft am 27 Januar 1817 noch ein Mahl, in Abweichung vonihrem frühern Staatssysteme, in eine unmittelbare Verbindungzunächst mit Oesterreich, Preußen und Rußland, und dadurchmit beynahe der Gesammtheit der Europäischen Staaten, indemsie sich auch der heiligen Allianz anschloß: einem Vertrage, derjenen ewigen Frieden verwirklichen sollte, den man bisher alseine schone Idee Heinrichs IV und als einen gutmüthigenTraum des Abbe St. Pierre betrachtet hatte, der das höchsteZiel des reinsten Kosmopolitismus erreichen konnte, und nur denWunsch übrig ließ, daß die Theilnehmcr nie dadurch verleitetwerden möchten, die Stutzen ihrer Politik bey den auswärtigenTheilnehmern des Bündnisses zu suchen, und darüber zu vergessen,daß sie in den Staatsgenossen und in dem Vertrauen derselben einzigzu finden sey. — Welchen Schweizer erinnert diese heilige Allianznicht an das Stanzer-Verkominniß!
Keine politischen Bewegungen von Bedeutung störten vondieser Zeit an die Ruhe der Eidsgenossenschaft. Zwar brach inGenf am 15 October 1817 ein Volkstumult aus; aber er warohne politische Zwecke, und die bloße Aeußerung der Unzufrie-denheit einer rohen Volksmenge, wie diese in Zeiten von Teu-rungen in größern Städten nicht selten sind. Siebzehn Jahrelang in dem weiten Raume eines großen Reiches verloren, undmeistens von stehenden Truppen bewacht, hatte die untere Volks-klasse zu Genf den lange genährten Hang zur Juchtlosigkeitabgelegt. Jetzt glaubte sie, demselben gegen eine schwach schei-nende Regierung wieder freyen Lauf lassen zu dürfen. Vorrä-the von Erdäpfeln wurden geplündert, öffentlich zu niedrigenPreisen verkauft, Landleute gezwungen, mit den zu Markte ge-brachten Lebensrnitteln das Nähmliche zu thun. Wiederhohlt
glaubende, und dasselbe liebende Eidsgenoffe von einiger Bil«düng ihren Hauptinhalt sich einprägen sollte, um sie in jedem Au-genblicke sich vergegenwärtigen zu können.