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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Statistik des Bodens.

in verschiedene Hände, z. B. der Zwischenhändler, inländischen Verbraucher,Ausfuhrkaufleute, fremden Verbraucher und zwar gewöhnlich zu Gunsten derbesseren Sorten, obgleich diese höhere Beförderungskosten und mancherlei son-stige Spesen zu tragen haben. Allerdings kommen auch dabei die Vortheile nurselten dem Weinbauer zu Gute.

Der Erzeugungswerth einer mittleren Weinernte wird für ganzFrankreich von der amtlichen Statistik auf 419,029152 Frank, oder 113,251122Thaler berechnet und schon in zweiter Hand steigert sich dieser Werth um min-destens 10jj.

Ueber die Verwendung werden folgende Zahlen mitgetheilt:

Hectoliter

1. Verbrauch als Getränk in Frankreich (auf den

Kopf 0,70).. . 23,578000

2. Ausfuhr. 1,332000

3. Verbrauch für sonstige gewerbliche Zwecke und

zur Lagerung. 11,883000

Parz.-Antlieil

- 64,08

3,62

■ 32,30

Wie gering ist doch verliältnissmäsig, ungeachtet der ausserordent-lichen Wichtigkeit des auswärtigen Weinabsatzes für Frankreich, dieser Absatznach Aussen gegen den innern Verbrauch; sowohl der Menge nach als auch(wiewohl in geringerm Mase) hinsichtlich des Werths. Selbst an diesem Artikel,den man nicht zu den ersten Lebensbedürfnissen zählen kann, bewährt sichder ausserordentliche Vorzug des inländischen Marktes. — Ueber den Cham-pagner insbesondere folgende kleine amtliche Mittheilung. Danach besasendie Groshändler in den drei Arondissements Chalons, Epernay und Rheims, wodie Fabrikation des Champagnerweines konzentrirt ist, am 1. April 1847 einenVorrath von 18,815367 Flaschen und zwar in Chalons 4,604237, in Epernay5,710753 und in Rheims 8,500377 Flaschen. Vom 1. April 1846 bis dahin1847 wurden von Chalons 2,497355, von Epernay 2,187533 und von Rheims4,090577, zusammen 8,775485 Flaschen versendet, davon 4,711915 Flaschennach dem Auslande, wohin also doppelt so viel geht als in Frankreich verbrauchtwird. England und Russland sind die vorzüglichsten Abnehmer.

Der Geldwerth des innern Weinverbrauchs ist, in der Handdes Weinbauers (Erzeugungswerth) amtlich geschätzt zu jährlich 311,379610Franken; der Geldwerth des ausgeführten Weins war in den Jahren 1844 —1846 durchschnittlich 48,375000 Franken (wovon Bordeaux-Weine 24,873000).Das gibt, (ohne Berücksichtigung des höheren Preises welchen ein sehrgrosser Theil des im Inlande verbrauchten Weins, in Folge des Durchgehensdurch mehrere Hände vor dem Verbrauche, erlangt) — zusammen 359,754610Franken ober 97,230976 Thaler; wovon der Werth der Ausfuhr nur 15,53gbeträgt.