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Hausthiere
1. mit Pferden mit einem Pfluge auf den Ar- Preuss. Morg.
beitstag . . 1—2 3 /s
2. mit nicht wechselnden Ochsen • • 3 A—1 i /&
3. mit Wechselochsen.U/s—2 4 /s
b) Haken, im Durchschnitt 10—12 Proc. mehr unterden gleichen Verhältnissen als der Pflug.
c) Eggen, wenn der Boden so ist, dass das Pferd eine
mittelgrosse Egge zu ziehen im Stande ist, bei ein-maligem Ueberziehen auf 1 Pferd. 4—6
auf zwei Pferde mit einer (grösseren) Egge . . 6—10
d) Walzen, einspännig. 6—10
Zweispännig. 10—16
e) Hackfrüchte in 1V-’—2 l /2 Fuss entfernten Reihen
bearbeitet 1 Pferd. 3—6
/) Dünger- und Erntefuhren mit Wechselwägen Fuhren.
unter 1 /i Stunde täglich.10—11
über eine V* bis V 2 Stunde Entfernung .... 7—9
(Die auf ein Pferd oder einen Ochsen zu rechnendeLast verhält sich zwischen 5 u. 10 Zentnern, nachMaasgabe der Stärke des Gespanns und der Be-
schaffenheit der Wege.)
g) Marktfuhren, 1 Meile Entfernung. 2
2—3 Meilen. 1
5. FUTTERBEDARF UID FÜTTERWERTH.
(Nr. 4 und 5 aus den Berliner landw. Kalendern für 1854).
Allgemeine Grundsätze.
1. Ein Pferd, Rind oder Schaf kann bei einem Futter; von 2 Pfd. Heu-werth auf je 100 Pfund seines Gewichts im lebenden Zustande bestehen, bei2 V 2 Pfund mässige, bei 3 Pfund gute, bei 3 V 2 Pfund reichliche Erzeugnisse anArbeit, Milch oder Fleisch liefern und bei 4 Pfund und mehr, sich in vollerMast befinden. Ein Schwein bedarf zur schnellem Ausbildung oder bessernMast verhältnissmässig noch mehr, etwa 5 bis 7 Pfund Heuwerth oder 2 bis3 Pfund Rockenwerth auf 100 Pfund Gewicht.
2. Das Maas der Anforderungen an Arbeit, Wachsthum, Zeugung, Milch-geben und Fettwerden, bedingt also den Futtersatz.
3. Die gegenseitigen Werthverhältnisse der Futtermittel geben den Maas-stab für die geeignete Zusammensetzung der täglichen Ration.
4. Bei dieser Rationsfestsetzung ist auch auf den Umfang zu sehen undkräftigeres Futter mit nahrungsloserem zu verbinden.