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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Landwirtschaftliches Vereinswesen.

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Kreuznach, Simmem, Zell, Trier, Bernkastel, Witflich, Saar, Saarlouis, Saarbrücken, Ottweiler,St. Wendel, Adenau, Daun, Prüm, Bitburg, Bergheim. Nicht zentralisirte Vereine: landw. Ver.für das ehemal. Fiirstenth. Essen, Ver. z. Bef. d. Weinkultur an der Mosel und Saar zu Trier,Verein zur Dressur von Landwehrpferden zu Wesel.In Hobenzollern-Sigmaringen istdie Umgestaltung des dort bestehenden landwirtschaftlichen Vereins im Werke.

Die Gesa mratzahl dieser Vereine wird jetzt (mit Einschluss einigerVereine fiir einzelne Zweige) etwa 360 sein und deren Mitgliederzahl ungefähr31500. Eine fiir die statistische Kenntniss dieser Verhältnisse recht verdienst-liche Schrift: Böttcher, die landwirthschaftl. Vereine in den Königl. PreussischenStaaten, Berlin 1848, ist 1853 in erweitertem Umfange erschienen.

3. Königstaat Bayern. Unter dem K. Staatsministerium des Handels, derlän d wirthsaftl. Verein zu München; umgestaltet den 1. Oktober 1835;neugestaltet im Novemberl850 und ausgerüstet zu umfassender Wirksamkeit durchStaatsdotation, Ausschüsse u. s. w.; 11000 Mitglieder (z. v. die Verfügungenund Berichte im Central-Blatt des land. Vereins, z. B. 1851, S. 3, 509, 548;1852, S. 357, 535; 1853, S. 524). Für denselben besteht in der Residenz einGeneral-Komite und für jeden Rcg.-Bez. in der Kreishauptstadt ein Kreis-Ko-mite (also 8) mit Bezirks-Komites (zusammen 240). Vorstände der Kreis-Komitezu München, Passau,Speyer, Regensburg, Bayreuth, Ansbach, Wiirzburg, Augsburg.Ausserdem giebt cs im Königreiche noch: 1 Haupt-Frauenverein zur Beförde-rung des Seidenbaues in München; Verein für Pferdezucht in München; Vereinfür Bef. des Weinbaues in Schwaben und Neuburg; Pomologischer Verein zuTriesdorf; Bienenz.-Verein in Erlangen; Verschön.-Verein in Weisenburg u. s. w.Der Landwirthschafts-Verein veranstaltet die Zentral-Landwirthschaftsfeste (Ok-toberfeste) und lässt eine sehr gut redigirteZeitschr. des landw. Vereins inBayern, so wie einen Haus- und Landwirthsch. Kalender (Zentr.-Bl. 1853.S. 451.) erscheinen. (Bienenzeitung, Nördlingen;' Vereinigte Frauendorfer Blätter,Landshut; Gartenflora, Erlangen).

4. Königstaat Württemberg. Unter dem Ministerium des Innern, dieZentralstelle für die Landwirthschaft und folgende Bezirksvereine: Backnang,Besigheim, Böblingen, Brakenheim, Canstadt, Esslingen, Heilbronn, Leonberg,Ludwigsburg, Marbach, Neckarsulm, Fildervarein Amt Stuttgart, Vaihingen, Waib-lingen, Weinsberg, sämmtlich im Neckarkreis; * Balingen, Calw, Freuden-stadt, Herenberg, Horb, Nagold, Nürtingen, Neuenburg, Oberndorf, Reutlingen,Rottenburg, Rottweil, Spaicliingen, Sulz, Tübingen, Urach, alle im Schwarz-wald kr eis; Aalen, Crailsheim, Ellwangen, Gaildorf, Gerabronn, Gmünd,Hall, Heidenheim, Ktinzelsau, Mergentheim, Neresheim, Oehringen, Schondorf,Melzheim, sämmtlich im Jaxtkreis; Bieberach, Blaubeuern, Ehingen, Geiss-lingen, Göppingen, Kirehheim, Laupenheim, Miinsingen, Ravensburg, Riedlingen,Saulgau, Tettnang, Ulm, Waldsee, Wangen, Leutkirch, alle im Donaukreis,zusammen 62 Bez.-Ver., welche in 12 Gaugruppen getheilt sind. Die Sorgefür die Landwirthschaft ist schon althergebracht in Württemberg und bereits

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v. Reden, Statistik v. Europa.