Buch 
Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
Entstehung
Seite
328
JPEG-Download
 

328

Veredelnde Erwerbe.

Kaufbeuern 3 Lehr. 61 Sch. Zusammen 1847: 221 Lehr, und 9605 Sch.(worunter 46 Schüler in den damit verbünd, landw. Schulen). — Handels-Lehranstalt in Ansbach, Handelsschulen in Nürnberg, Würzburg, Augsburg.

4. Königstaat Württemberg.

Polytechnische Schule in Stuttgart, seit 1829, erweitert 1836, neueingerichtet 1840; sehr vollttändige Sammlungen; Bedarf 28500 Fl.; 6 Klassen;180 Theilnehmer, wovon etwa 70 Hospitanten. —

Fast in allen Städten des Königreichs, überall aber da, wo Realschulenvorhanden sind, bestehen auch Sonntags-Gewerbeschulen. In diesem Fallesind gewöhnlich die Lehrer der Realschulen auch zugleich Lehrer an den Sonn-tagsschulen und erhalten für diese Unterrichtsertheilung keine besondere Beloh-nung. In den grösseren Städten, wo diese Anstalten in ausgedehnterem Masstabbestehen, werden die Kosten von den betreffenden Gemeinden, tlieilweise auchaus den Zunftladen bestritten. Von Seiten des Staats erhalten sie dagegen keineUnterstützung. Im Jahre 1848 zählte man in Württemberg 76 Sonntagsschulen,darunter 14 mit 3 und mehr Lehrern, 18 mit 2 Lehrern und 44 mit nur 1 Lehrer.Die Schülerzahl betrug in den kleineren Schulen 12—30, in den mittleren 30bis 50; 6 Schulen zählten über 100 Schüler, die Sonntags - Gewerbschule inStuttgart zählt deren gewöhnlich über 1000. — Die Sonntags-Gewerbschule inStuttgart, an welcher 1848: 11 Lehrer Unterricht crtheilten, besteht aus einerallgemeinen Gewerbschule mit 5 Abtheilungen, einer B au gewerbschule mit5 Abtheilungen, und aus 10 Abtheilungen für den artistischen Unterricht,(technisches Freihand- und Linearzeichnen, hierbei Fachzeichnen, und Modelli-ren) beider Schulen. — Parallelklasse für II and eis beflissene an der polytech-nischen Schule in Stuttgart. — Privat-Handels-Institut in Stuttgart; — Privat-Ilandels-Lehranstalt in Ulm.

5. Grossherzogthum Baden.

Polytechnische Schule zu Karlsruhe, gegründet 1825, neugestal-tet 1832, nebst der damit verbundenen Vorschule, zerfällt in I. II. III. allge-meine mathematische Klassen, mit 78 Schülern; Ingenieurschule 25 Schül.; Bau-schule 51 Schül.; Forstschule 16 Schül.; chemisch technische Schule 20 Schül.;mechanisch technische Schule 75 Schul.; Handelsschule und Postkours 26 Schül.;unbestimmte Fächer und Hospitanten 44 Schül.; Landwirthe 18 Schül. In derVorschule befanden sich 38 Schüler; demnach nahmen im Jahre 1852/3 imGanzen 391 Schüler Unterricht; — Bedarf 54000 Fl. —

Gewerbsschulen bestanden im Jahre 1847 im Seekreis zu Kon-stanz, Neustadt, Ueberlingen, Villingen; im Oberhein kreis zu Emmendingen,Freiburg, Triberg und Waldshut; im Mittelrheinkreis zu Achern, Baden,Bretten, Bruchsal, Bühl, Karlsruhe, Durlach, Eppingen, Ettlingen, Gernsbach,Lahr, Offenburg, Pforzheim, Rastatt und Wolfacli; im Unterrheinkreis zuHeidelberg, Mannheim, Mosbach, Sinsheim und Wertheim. — Eine Pr. Han-

t