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Veredelnde Erwerbe.
Russlands, hat, wie es scheint, seit Anfang des laufenden Jahrhunderts nie eineMenge von 1,100000 metr. Ztr. überstiegen, die schon im Jahre 1793 gewonnenwurden. Die Schwedischen Hüttenwerke dagegen, von örtlichen Umständen be-günstigt, haben während derselben Zeit ihre Erzeugung bedeutend vermehrt. VomJahre 1833 bis zum Jahre 1843 war deren Ertrag von 664000 metr. Ztr. auf907000 gestiegen. Die Schwedischen Hütten verbrauchen weniger als den 10.Theil ihres Eisens und müssen, daher entweder zu arbeiten aufhören oder ihrEisen zu den von den Käufern gebotenen Preisen abgeben. In Russland ist derEisenverbrauch in letzterer Zeit ansehnlich gestiegen; mehr als 9 /io des Erzeug-nisses geht in den heimischen Verbrauch über und der innere Absatz bestimmtden Preis. Bei der Fortdauer dieses Zustandes muss die Ausfuhr dieses Metallsunbedingt aufhören. Was die Verwandlung des Eisens in Stahl betrifft, so erzeugtbekanntlich Schweden die besten dazu tauglichen Sorten und hat in dieser Hin-sicht nirgends einen Nebenbuhler, so wie denn überhaupt das Schwedische Eisenfür das beste gehalten wird. Die besten Sorten des Russischen Stahleisens könnennur den Mittelsorten des Schwedischen Eisens an die Seite gestellt werden, aberfür deren Verwandlung in Platteneisen haben sie ausserordentliche Vorzüge. —Dazu kommt, dass von den Russischen Gruben die Erze zum Schmelzen undDarstellen des Eisens zu Lande bis auf 150 Kilometer Weite verfahren und dannals fertiges Eisen wieder zurück gebracht werden müssen. Die Entfernungdes Erzeugungsorts am Fusse des Ural bis St. Petersburg beträgt mehr als3000 Kilometer (405 geogr. Meilen) und bis Odessa 4000 Kilometer (540 geogr.Meilen). Das in Sibirien im Frühjahre und bis zum 1. Juli (wo bis zum Herbstaller Hüttenbetrieb der Feldarbeiten wegen aufhört) geschmolzene Eisen mussbis zum nächsten Frühling in den Magazinen liegen bleiben, weil nur zu dieserJahreszeit die kleinen Wasserstrassen fahrbar sind. Es trifft in Sheffield erstbeim Schluss des zweiten Jahres seiner Reise ein und die Ausgaben bis dahinbetragen für 100 Kilogr. 25 Franken (für 1 Zollztr. 3 1 /3 Thlr.); während die-selben Ausgaben für das Schwedische Eisen nur etwa 11 Franken betragen.
Die Russischen Eisenbergwerke gehören theils der Regierungtheils Privatpersonen. Die Erstem, welche hauptsächlich das Material zumArtilleriebedarf liefern, geben einen jährlichen Ertrag von 2 Millionen Pud Guss-eisen. Von diesen 2 Mill. Pud wird (nach Abzug der zum Guss von Kanonenund anderm Militär- und Fabrikgeräth erforderlichen Menge), nicht ganz eineMillion Pud Schmiede-Eisen für den Bedarf der Land- und Seemacht geschmolzen.Etwa nur ein Viertel der ganzen Ausbeute der Kronsbergwerke bleibt für denVerkauf übrig. — Die Privatbergwerke erzeugten in den zehn Jahren,von 1840 bis 1850, durchschnittlich 11,088000 Pud Gusseisen, von denennur ein geringer Theil zu Gusswaaren verbraucht, der Rest aber umgeschmolzenwurde und 7,370000 Pud Schmiedeeisen ergab. Diese Zahlen kommen dem Er-trag des Jahrs 1846 ziemlich nahe, der, Nr. 9 des Bergwerks-Journals für 1851zufolge, als Mittelertrag jedes einzelnen Bergwerksbezirks berechnet worden ist.