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Veredelnde Erwerbe.
dd. Steinkohlen-Bergbau und Ausbeute in allen Erdtheilen.
Vielfaches Interesse gewährt die Schwarz- und Braunkohlen-Fö r-derung von ganz Europa, (nach dem Stande von 1853) beurtheilen zu kön-nen; weshalb ich nachstehend den Versuch einer solchen Darstellung gemacht habe.
Zollztr. (von je Prztanth. an der
50 Kilogr.) Endsumme.
1) Oesterreich*). 18,000000 1,73
2) Preussen**). 150,000000 14,42
3) Bayern . 2,750000 0,25
4) Kurhessen (mit Schaumburg-Lippe) . . 3,330000 0,32
5) Nassau (Braunkohlen). 880000 0,09
6) Königreich Sachsen (nach Engel’s Statist.
Jahrbuch für das Königr. Sachsen ftir 1853) 20,250000 1,94
7) Hannover annähernd. 1,750000 0,17
8) Uebrige Deutsche Staaten (Baden, Gross-herzogthum Hessen, Thüringische Staaten,
Braunschweig, Anhalt-Lippe, Limburg etc.) 800000 0,08
Zusammen Deutsche Staaten 197,760000 19,00
9) England (34 Mil. Tons von je 20 Ztr.; z.
v. z. B. »Our Coal. and Our Coal-Pits:the People in them, and the Scenes aroundthem. London 1853). 640,000000 61,54
10) Frankreich (45 Mil. Q. M. von 100 Kilogr.) 90,000000 8,65
11) Belgien (5,400000 Tonneaux von je 1000
Kilogr.). 108,000000 10,38
*) In einem Vortrage des V. Präsid. der N. Ö. Hand. Kam. am 8. Febr. 1854 (AustriaNr. 46) wird die jetzige Gesammterzeugung des Kaiserst. zu 50 Mill. Ztr. angegeben. Obgleichohne Zweifel Hr. Miesbach gerade auf diesem Gebiete ganz besondere Sachkunde besitzt, habeich doch geglaubt bei den Angaben der amtlichen Statistik bleiben zu müssen, weil zu jenemVortrage die Belege mir mangeln.
**) Gemäse für Steinkohlen und Steinkohlengriess: Nach einem Zirkular-Keskript desHandels-Mipisteriums an sämmtliche Regierungen vom 14. Mai 1820 war dieses Ministeriummit dem Ministerium des Innern dahin übereingekommen, dem Tonnengemäs für Steinkohleneine parallell epipedische Form von nachstehenden Abmessungen zu geben: 1) für die ganzeTonne: 24 Zoll Länge, 24 Zoll Breite, 21 3 ji Zoll Höhe oder Tiefe; 2) für die halbe Tonne 24Zoll Länge, 20 Zoll Breite, 12 4 |s Zoll Tiefe; 3) für die 1 :4 Tonne 18 Z. Länge, 16 Z. Breite10i|'s Zoll Tiefe. Dieselbe ist überall eingeführt worden. — Die Form der Fördergefäse in denGruben richtet sich dagegen nach den Umständen, nur dass dieselben stets um 3 Proz. grös-ser sein müssen, jedoch werden Kohlen, die nach dem Fördermase aufgestapelt sind, ohneUmmessungen dem Abnehmer überwiesen. Ruhrkohlen 110 Pfd. 1 Ztr.; 1 Karre hält 34 Ztr.;1 Tonne Stk. wiegt (wegen des verschiedenen Aufmases, wegen der Natur der Kohle, wegendes abweichenden Grades ihrer Zerkleinerung) zwischen 350 bis 500 Pfd., im grossen Durch-schnitt nicht volle 4 Proz. Zentr.; 1 Tonne Braunkohlen wiegt 2 J |2 bis 3 Ztr.; 1 Tonn. = 4Scheff.; 8 Tonn. — 1 Fuder; 1 Fuder im B. A. Saarbrücken = 30 Ztr.