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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Bergbau u. Hüttenbetrieb (Steinkohlen.)

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Zollztr. (von je Prztanth. an der50 Kilogr.) Endsumme.

12) Russland (2,000000 Pud). 670000 0,06

13) Spanien, Portugal etwa. 1,200000 0,12

14) Italische Mittel- und Kleinstaaten (Piemont,

Sardinien, Toskana, Kalabrien) ungefähr . 1,750000 0,17

15) Uebrige Staaten von Europa (Schweden,

Schweiz, Griechenland, Türkei) .... 800000 0,08

Zusammen ganz Europa 1040,180000 100

Eine Trennung der Schwarz- und Braunkohlen war nicht durchzuführen,weil einige Staaten (z. B. Oesterreich) sie in den Nachweisen zusammenfassen;sehr wahrscheinlich aber wird deren Gesammtmenge 54 Millionen Zentner oderetwa 5 Przt. aller Kohlenausbeute von Europa nicht übersteigen. Auch dieAusscheidung der nicht zum Deutschen Bunde gehörigen Theile Oester-reichs und Preussens bot einige Schwierigkeiten dar und ist deshalb umso mehrunterblieben, weil nur etwa 2,250000 Ztr. (vom Osterr. Staate) auf Nicht-Bundesgebiet fallen.

Die obige Zusammenstellung zeigt einige sehr überraschende Ergebnisse.Dazu gehört z. B., dass die Deutschen Staaten 19 Przt. zur gesammten Koh-lenbeförderung beitragen, also nur 1 /a Przt. weniger als alle übrigen Staatenvon Europa, ohne England zusammen genommen. Die Zunahme in Preussenund im Königreich Sachsen ist so rasch und ansehnlich und die Aussichten fürdie Kohlenausbeute in Oesterreich gestalten sich so günstig, dass höchst wahr-scheinlich schon in den nächsten Jahren die Deutschen Staaten 22 Przt. allerKohlen von Europa liefern werden. Grossbritannien und Ireland überragen mit6 IV 2 Przt. alle übrigen Kohlenländer bei weitem und unmittelbar nach ihmfolgt Preussen mit I 4 V 2 Przt. Frankreich liefert nicht völlig 2 js so viel alsPreussen; Belgien nicht völlig 3 jt der Ausbeute Preussens. Scheidet man aberdie Braunkohlen aus, so ist augenblicklich noch die Förderung Belgiens anSchwarzkohlen wahrscheinlich um einige Millionen grösser als in Preussen.Auf Belgien folgt das Königreich Sachsen mit fast 2 Przt. der Gesammtausbeutevon Europa, wenn nicht etwa meine Gewichts-Annahme etwas zu hoch ist.(In einer Schrift von „Plattner, Beantwortung der Frage u. s. w.“, Freiburg1854, ist S. 17: 1 Sächsischer Scheffel weicher Schieferkohle zu 190 Pfd. Zoll-gewicht angegeben, wonach 1 Zollztr. dieser Kohle 3 Ngr. 8,4 Pfg. kostet; ge-gen den Preis von 5 Ngr. für 1 Ztr. Zwickauer Pech- oder Würfelkohle). —Auffallend zurückgeblieben in der Kohlen-Gewinnung sind Oesterreichund Russland. Jenes, weil einem grossen Theile des Staatsgebiets bis auf dieneueste Zeit sowohl kräftige industrielle Anregung, als wohlfeile und gute Beför-derungsmittel fehlten. *) Russland ist überdies in dem Nachtheile, dass bisher nur

*) Wenn die Berechnung des Herrn Miesbach richtig ist, so würde vielmehr die Zu-nahme von 15,000000 Ztr. im Jahr 1847 auf 50,000000 Zentner im Jahre 1854; die grössteSteigerung binnen so kurzer Zeit in ganz Europa darstelleu.

v. Reden, Statistik v. Europa. 59