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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Zuckerfabrikation

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; zuckersteuer haben geglaubt (im Interesse der Fabrikation), jenen technischenFortschritt in Abrede stellen zu müssen, obgleich die Zollvereinsregierungen ihreSteuer-Anträge auf eine Ausbeute von 7 Przt. gestützt hatten. Die BelgischeRegierung geht noch weiter, indem sie bei ihren amtlichen statistischen Berech-nungen schon für das Jahr 1850 einen Zuckerertrag von 7 x /2Przt. voraussetzt.| Da nun meine obige Ertragsberechnungen mit der Besteuerungsfrage ausseri allem Zusammenhänge sind, so habe ich dabei die amtlichen Angaben der Re-gierungen als Masstab angenommen.

Aus den neuesten Abrechnungen unter den Zollvereinsstaaten ergeben sich für das Betriebsjahr vom 1. Sept. 1850/51: 184 Fabriken und 1,389346' Thlr. Reineinnahme von der Rübenzuckerbesteuerung; für 1851/52: 234 Fa-| briken und 1,828990 Thlr. Zur letzteren Summe haben in Prozenten beigetra-j gen. Preussen 88,13, Baden 3,87, Braunschweig 3,32, Württemberg 1,73,

Bayern 1,08, Thüringenscher Verband 0,78,

Königr. Sachsen

0,58, Kurhessen

0,32, Frankfurt 0,19 Przt.

Hebt man die Kolonial-Rohzucker-Bezüge der

Raffinerien

besonders hervor, so ergiebt sich Folgendes

Einf ahrmenge

Zollertrag

Zollztr.

Thlr. Kour.

Jahresdurchschnitt von 1842/46

. . 1,339346

6,164872

(nach Absatz der Erstattungen)

1850 .

. . 1,051365

5,256825

1851

. . 779476

3,897380

1852 .

. . 801725

4,008635

(43 Siedereien). (1 Ztr. 5*Thlr. Zoll)

1853

. . 774836

(38 Siedereien).

Ferner Einfuhr von

1852

1853

Brod- und Hut- Kandis- Lumpen- u.

s. w.

Zucker (1 Ztr. 10 Thlr. Zoll) . .

. . 6729

2728

Rohzucker und Farin (1 Ztr. 8 Thlr. Zoll) 136

105

Im Oesterreichischen Kaiserstaat

; war die Einfuhr

von

Ze n tu er

1850

1852

Zuckermehl für Raffinerien . . .

. . 564645

731053

Raffinirtem Zucker.

. . 2289

20270

Der Kopfantheil des Z u ckerv er braue h s im Zollverein war:von 1834/38: durchschnittl. 3,8 Pfd.; 1839/43: 4,4 (wovon Rübenzucker 0,3);1844/47: 5,1 (wovon R. Z. 0,8); 1847 allein: 5,3 (wovon R. Z. 1,0); 1848:5,1 (wovon R. Z. 1,3); 1849: 6,34 (wovon R. Z. 2,24); 1850: 6,23 (wovonR. Z. 2,73); 1851: 6,17 (wovon R. Z. 3,59); 1852: 7,25 (wovon R. Z. 4,62).

Die Preise für 1 Zentner Raffinade waren versteuert zu Berlin inThlr. Kour.