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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Handels-Erwerb.

Nach dieser Zusammenstellung haben in einem Zeiträume von 16 Jahrennicht nur die Betriebsmittel dieser Anstalt und der durch dieselben vermitteltePersonen- und Waarenverkehr eine ausserordentliche Steigerung erfahren; sondernes hat auch die Leistung derselben Betriebsmittel durch zweckmäsige Einrich-tungen u. s. w. im raschen Fortgang zugenommen. Denn während im J. 1835 jedesSchiff im Durchschnitte nur 20 Fahrten machte, 3944 Reisende und 9634 Ztr.Waaren beförderte, entfielen im Jahre 1851 auf jedes Schiff 62 Fahrten undeine Beförderung von 10319 Reisenden und 141502 Ztr. Güter. Die Aufhebungder Ungarischen Zwischenzolllinie, brachte einen kaum berechenbaren Aufschwungdes Güterverkehrs auf der Donau hervor, obgleich die südöstliche Staatsbahnnamentlich in Bezug auf Personenverkehr der Gesellschaft bedeutenden Abbruch !zufügt. Am Ende des Jahres 1851 besass die Gesellschaft ausser den obenangegebenen 51 Dampfschiffen 1 Dampfbaggerschiff (Triton) mit zusammen 5797Pferdekraft. Im Jahre 1853 besass die Gesellschaft 85 Dampfer nebst zweiSchraubendampfern (zum Waarentransport mit je 20 Pferdekraft). Darunter be-finden sich 39 Reiseschiffe (mit 3878 Pfdk.) und 27 Schlepper (mit 4220 Pfdk.)den Rest bilden die Frachtschiffe (17 mit 1720 Pfdkr.) und zwei Bagger; zu-sammen 9858 Pferdekraft. Die ältesten der aufgeführten Fahrzeuge stammen ausdem Jahr 1841 (zwei Reiseboote, ein Frachtschiff). Der stärkste Schlepper hat300 Pferdekraft; es ist dies derJohann Baptist, welcher kürzlich erst vomStapel lief. Eine Anzahl anderer hat 200 Pferdekraft, ebensoviel auch das Reise-schiffMerkur Die Zahl der Schleppschiffe von Eisen beträgt 235, miteiner Tragfähigkeit, die im Durchschnitt 4 bis 5000 Zentner betragen mag,eher mehr als weniger. Einige sind nämlich mit 1470 Zentner verzeichnet, da-für aber dreissig und einige mit 6400 Ztr. (in runder Zahl). Die Mehrzahl istmit 4000 aufgeführt. Die Gesellschaft kann also in ihren Schleppschiffen alleinüber eine Million Zentner verfrachten. Dazu kommen noch 21 eiserne Schiffezur Beförderung von Borstenvieh, die zusammen 13300 Schweine fassen; 4 an- !dere, gegenwärtig auf dem Werft, sind je -zu 400 und 800 Stück berechnet. |Ausser diesen noch 19 eiserne Kohlenschiffe, deren Tragfähigkeit, von 189 bis6300 Zentner wechselnd, im ganzen 42000 Ztr. ausmacht. 7 Inspektoren, 100Kapitäne, 93 Kondukteure und 2400 Mann Schiffsequipage versahen zu dieserZeit den Dienst.

Die Donau - Dampfschifffahrts - Gesellschaft beschilft nun regelmässig mitDampf- und Schleppbooten: die ganze Donau strecke von Linz bis Galatz j2647s Deutsche Meilen. Die Theiss bis nach Tokai 1177z Deutsche Mei-len (sonach auf einer fast eben so langen Strecke fahrbar als der Rhein ;

12172 Deutsche Meilen). Die Save bis nach Sisseck 90 D. M.; die Drau !

bis nach Essegg 4 Deutsch. Meilen; den Begakanal, der aus der Theiss nach :

Temesvar führt, 13 D. Meil. (Bei der bevorstehenden Regelung des Begakanalssollen regelmässig Dammpfboote bis nach Temesvar gehen). Demnach sind 489 3 /s j

Deutsche Meilen des Donaugebietes im Bereiche der Oesterr. Dampfschifffahrt !

von Linz bis Galatz. '