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Handels-Erwerb.
Die Schifffahrt auf der Ems und im Emskanale im J. 1853.
Durch die erste Kanalschleuse im 0 chs enbru ch gingen im Jahre 1853und kamen im Hafen zu Lin gen an: 198 leere, 1149 beladene Schilfe und65 Flösse. Die beladenen Schiffe waren mit etwa 9732 Lasten (zu 4000 #)Kaufmannsgüter aller Art beladen, so dass auf jedes Schiff durchschnittlich eineLadung von 8Va Lasten kommt. Dass diese durchschnittliche Belastung der bela-denen Schiffe so gering ist, obgleich das Fahrwasser eine grössere Belastungzulassen würde, hat seinen Grund darin, dass es an Rückladung vom Rheineabwärts mangelte. Die erwähnten 65 Flösse waren eichene Balken-Flösse,die von der Oberems, grössten Theils aus dem Miinsterschen, in Lingen anka-men und nach der Unterems und Ostfriesland abgeführt wurden. Sie hatten einenGesammtinhalt von 87090 Kubikfuss Rheinisch, die, nach Lasten von 4000 f£berechnet, ungefähr 842 Lasten hielten. Durch die Emsschleuse bei Mehringengingen im Jahre 1853: 172 leere und 665 beladene Schiffe, sowie 64 Flösse.Eine Vergleichung mit Schiff- und Flossfahrt im Jahre 1852 ergiebt, dass imJahre 1853 die Anzahl der Schiffe und Flösse geringer gewesen ist und zwarim Hafen von Lingen um 148 Schiffe und 107 Flösse, und bei Mehringenum 73 Schiffe und 99 Flösse. Der Grund dieser Abnahme liegt darin, dassim Jahre 1853 die Ems- und Kanalfahrt 78 Tage lang durch Frost unterbro-chen gewesen ist, während im Jahre 1852 eine solche Unterbrechung gar nichtStatt gefunden hat. (Mitth. d. Gewb. Ver. für d. Königreich Hannover 1854,Heft I, S. 36).
3. Die Jade (nicht Jahde).
(Der Jade-Meerbusen und seine Wichtigkeit, Oldenburg 1848; der Kriegs-hafen an der Jade als Mspt. gedruckt mit Karte 1848; Oldenburgischer Beitragzu den Vorarbeiten für die Anlegung eines Kriegshafens, Oldenburg. 1848, alsManspt. gedruckt; Augsb. allg. Ztg. 1848, Beil, zu Nr. 313: Preussen an derNordsee, Oldenburg 1854, die Staatsverträge zwischen Preussen und Oldenburgenthaltend), Jade ist die Benennung eines kleinen Flüsschens, welches, aus demVareler Hochmoore kommend, zunächst das Kirchspiel Jade durchkriecht unddann, beim Papeler Syhl, nach sehr kurzem Laufe in den, nach ihm benannten,etwa 4 geogr. □Meilen grossen Meerbusen, sich ergiest. Dieser Busen selbstbis zur Küste im Jadeschlauch und seine Einfahrt von der Nordsee, sind zurFluthzeit (11—12 Fuss hoch steigend) für Schiffe jeder Grösse benutzbar; auchist das Fahrwasser allenthalben mindestens 3000 Fuss, gewöhnlich aber 7000bis 8000 Fuss breit. Die Hauptströmungen der Ebbe und Fluth frieren niemalszu und man kann von See, bei jedem Winde, in einer Fluth-oder Ebbe-Zeiteinlaufen. Die Mündungen der Weser und Elbe können vom Jadebusen aus be-herrschtwerden. HierlegtPreussen, laut Vertrag vom ^° : / Tllh 1853, einen Kriegs-hafen an.