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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Die Deutschen Wasserstrassen.

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Stimmung (1851, III, Seite 12); von Hamburg (1848, S. 278) Vorschriften überdie Betonnung des Fahrwassers. — Von der Schifffahrts-und Handels-Be-wegung der Elbe wird das fiir den vorliegenden Zweck Erforderliche bei „Ham-burg“ Vorkommen. — Einflüsse der Elbe sind, am linkenüfer: die Mulde,Saale, (Keller, Reg. Bez. Merseburg, Magdeburg 1853 im Register und hinsicht-lich der Schleusen-Gefälle, die Ges. Samml. von Anhalt-Bernburg 1845/8, Seite247) Ohre, Tanger, Aland, Jetze, Ilmenau, Este, Lühe, Schwiege, Oste; — amrechten Ufer: die schwarze Elster, Havel (Spree), Stepenitz, Eide, Stecknitz, Stör.

6. Die Oder und ihre Einflüsse.

Die Literatur über die Verhältnisse der Oder ist befriedigend, denn der SchuldirektorK loden hat ^seit 1845 in seinen Schulprogrammen eine Reihe werthvoller Beiträge zur Ge-schichte des Oderhandels (Berlin bei Hayn) geliefert; von Hoffmann und Salzenberg er-schien 1841 in Berlin ein Trigonometrisches Nivellement der Oder von Oderberg (unterhalbKüstrin) bis zur Oesterr. Grenze; in Berghaus physikalischem Atlas findet man eine Mengewichtiger Aufzeichnungen; eine vortreffliche Denkschrift (Pr. Ztg. 1844, Nr. 2) des Mini-sters von Bodelschwing vom 27. Dezember 1843 betrifft den Antrag der Stände der Prov.Pommern wegen Erhaltung der Schiffbarkeit des Oderstroms; die Handelskammern derOderstädte, namentlich von Stettin und Breslau, haben in Jahresberichten und besonderen Ein-gaben vielfach den Oderverkehr besprochen und auch die period. Blätter jener Städte liefertenmanchen werthvollen Aufsatz darüber. — Bayer macht in seinem Nivellement der Oder gleich-falls manche interessante Mittheilung hierüber. So z. B. stellt er (nach 9jährigen 1826—1834,monatlichen Mitteln) das mittlere Niveau der Ostsee, am Swinemünder Pegel zu 3 Fuss6 Zoll (0,5636 Toisen) fest. Ferner nimmt er die mittlere Tiefe der Ostsee zu 270 —280 Fuss an, die grösste bekannte Tiefe (zwischen Windau und der Südspitze von Gothlancdist 840 Pr. Fuss. — Zu vergl. auch die (erst nach beendetem Satze dieses Bogens mir zugekommerie)höchst verdienstliche Beschreibung der Oder von Meidinger, im Heft 4 seiner Ströme Deutschlands. —

Die Oder hat ihre Quellen etwa 9 Meilen jenseits der Preuss. Grenze amAbhange der Sudeten im Oesterr. Kreise Prerau und gehört übrigens gänzlichdem Preuss. Staate an. Nachdem sie auf etwa 4 M. Länge Landesgrenze ge-wesen ist, tritt sie (bereits durch die Oppa, Ostrau und Olsa verstärkt) in dieProvinz Schlesien, welche von ihr in ganzer Längenausdehnung von Süden nachNorden durchschnitten wird. Dann macht sie zwischen Schlesien und Branden-burg 7 M. lang die Grenze und durchströmt hierauf auch den Reg. Bez. Frank-furt in süd-nördlicher Richtung. Im Kreise Königsberg dieses Reg. Bez. theiltsie sich, nachdem sie bereits von Crossen ab zahlreiche kleine Werder gebildet,zum ersten Male unterhalb Zellin bei Güstebiese in zwei Arme, von welchender westliche, die alte Oder, in die Mark Brandenburg übergeht, und inden beiden Kreisen Freienwalde und Angermiinde einen bedeutenden Bogen be-schreibt, bevor er zwischen Oderberg und Zehden bei Hohen-Saathen sich wie-der mit dem östlichen Arme zu einem Strome vereinigt. Der Fluss theilt sichaber noch einmal unterhalb Zehden, ehe er Pommern erreicht, und beschreibtwieder mit seinem westlichen Arme bei Schwedt (Kr. Angermünde des Reg.Bez. Potsdam) einen Bogen. In Pommern theilt er sich im Kreise Greiffen-hagen (Keg. Bez. Stettin) zum dritten Male zwischen Fiddichow und Graz,worauf denn der östliche Arm, der Kranich-Strom oder die grosse Rege-