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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Die Deutschen Wasserstrassen.

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im vorigen Jahrhunderte abgeschlossen und gegenwärtig ganz verschlammt undverwachsen, so dass sie nur bei hohem Wasserstande und dann nur tlieilweisemit Wasser angefüllt ist. — Der westliche Arm, der den Namen der Weich-sel fortführt, geht dann 6 Meilen in gerader Richtung von Süden nach Nordenals Grenze des Kreises Marienburg gegen die Kreise Stargard und LandkreisDanzig bis zum Danziger Haupte (bei dem Dorfe Käsemark); wo er sich aber-mals in zwei Arme t heilt, von denen der Oestliche die Elbing er Weich-sel, der Westliche die Danziger Weichsel heisst. Jene fliesst in geraderöstlicher Richtung 3 M. weit mit 14 Mündungen ins frische Haff ab; Diese4 x /-t M. in westlicher Richtung an Danzig vorbei, ergiesst sich bei der FestungWeichselmünde in die Ostsee. Doch ist diese Mündung nur noch für Kähneschiffbar, indem sich Sandbänke vorgelegt haben. Der eigentliche Hafen unddie Einfahrt in die Weichsel für Danzig wird durch einen Kanal ge-bildet, der bereits im 17teil Jahrhundert durch eine Sandbank durchgebaggertist. Dieser Kanal geht von Südosten nach Nordwesten, ist mit einer Schlcusseverschlossen, und sein jährlicher Unterhalt erfordert einen beträchtlichen Kosten-aufwand, um die tief in die See gehenden Moolen gegen Versandung zu schütz-zen. Er hat bei der Mündung 13 Fuss und im Innern mindestens 11 FussTiefe; ein neuer Kanalbau, auf 120 Fuss Breite bei 18 Fuss Tiefe projektirt,hat im September 1844 begonnen. Von einem Durchbruch der Danziger Weich-sel (1V 2 M. oberhalb Danzig, zwischen Neufähr und Bohnsack), welcher am 1.Februar 1840 erfolgte, sind die Hoffnungen für die Erweiterung des DanzigerHafens nicht in Erfüllung gegangen, weil dieser neue Durchbruch gegenwärtigschon sehr versandet ist. Die Ge sammtlänge der Weichsel in der Pro-vinz Preussen, ohne die Nogat und den Ostarm einzurechnen, beträgt 30V*Meilen; und ihr Flussgebiet 480 DM. Nordwestlich von der Weichselmündungist der von der Halbinsel Heia (die gegen 4 3 /i Meil. lang, aber so wenigbreit ist, dass sie überhaupt nur 0,5 QM. Flächeninhalt hat) gebildete Busender Ostsee, das Putziger Wyk genannt; gegen 9,2 QM. gross, welchesim südlichen Theil mit zu der sehr guten Rhede des Danziger Hafens dient.

Die Ostbahnbauten haben auch auf die Weichsel einen sehr wesent-lichen Einfluss ausgeübt, namentlich für Verbesserung ihres Fahrwassers ge-wirkt (z. v. meine Erwerb- und Verkehrs-Statistik des Königstaats PreussenS. 1984). Allein der Verkehr auf diesem mächtigen Strome wird erst dannzur entsprechenden Entwicklung gelangen können, wenn die Russische Re-gierung ihr Zollsystem ändert; jetzt kränkelt der Handel und die Schifffahrtweit mehr in Folge künstlicher als natürlicher Hindernisse. Ueber die Waaren-bewegung auf der Weichsel nach Warschau im Jahre 1852, sowie über dieVerhältnisse der Weichsel im Allgemeinen, enthält die Austria (1853, Nr. 292,S. 2326) einen lesenswerthen Original-Artikel. Einzelne Begünstigungen sind denPreuss. Weichselschiffern von Seiten der Russischen Regierung gewährt worden(z. v. z, B. die Bekanntmachung des Brandenburger Ober-Präsidiums vom 18.