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'Handels-Erwerb.
der Donau-Handelsplätze; — von Vincke, Das Karassu-Thal zwischen der Donau und demschwarzen Meer, in den Mon. Ber. für Berl. Gesell, der Erdkunde, Jahrg. I, S. 179; — DieDonau-Mündungen und ihre Inseln, Ausland 1836, S. 335 ff.
Die Donau entsteht bei Donaueschingen aus zwei am Ostfusse des Schwarz -waldes entspringenden Bächen. Nach einem hauptsächlich östlichen Laufe mün-det sie in der, den Flüssen aller Mittelmeere eigenthümlichen Form eines sumpfigenDelta mit vielen Strandseen ins schwarze Meer, in welchem ihre Strömung noch10 Meilen weit verfolgt und süsses Wasser gefunden werden kann. Drei grosseArme: Kili, Suline (Sunie) und Georgevsköi münden in Khas Elias (Kili Bo-gasi), Suline Bogasi und Kedrille Bogasi; drei kleinere Arme fliessen aus demBamsinsee (den Donauzuflüsse nähren) ab, und deren Mündungen heissen:Kutsuk Bogasi, Portesca Bogasi und Körte Bogasi. Khas Elias ist der mäch-tig stealler Mündungs-Arme und wird deshalb als eigentliche Donau-Mündung be-trachtet ; Sunie aber ist jetzt der von den Schüfen befahrene Arm. Der Ursprungdes Stromes liegt unter 26° L. (dem Meridian der Neckarquelle) und 48° B.(um den Parallel der Maasquelle); die Mündung unter 47° 30' L. (Meridiander westlichen Nilmündung) und 45° 20' B. (Parallel der Strasse von Jenikale).Der Strom durchläuft also genau 21° 30' Länge. Die allgemein östliche Rich-tung vom Ursprünge bis Waizen, ist bei Regensburg durch eine grossartigenördliche Bogenwendung gestört; zwischen Waizen und Vukowar ist die Rich-tung der Donau völlig südlich; von Vukowar bis zur Mündung wieder östlich,mit Ausnahme einer Südbiegung bei Sistowa. Der Deutsche Antheil ander Donau reicht bis zur Grenze des Kronlandes Ungarn oberhalb Presburg;der Ungarisch-Slawische bis Orsowa; der Wlachisch-Bulgarische bis zur Mün-dung. Aus der wechselnden Richtung des Stromes ergiebt sich auch, dass dieDonau ihre Nebenflüsse zuerst aus Nord und Süd, dann aus West undOst, zuletzt wieder aus Nord und Süd erhält: das erste Mal von der Euro-päischen Hauptwasserscheide (Altmühl, Nab, Regen, March) und den nörd-lichen Alpenöffnungen (Iller, Lech, Isar, Inn, Enns); das anderemal von denöstlichen Alpenöffnungen (Raab, Drave und Save) und den Nord-Karpathen(Waag, Gran, Theiss); im letzten Drittheil von den Süd - Karpathen (Scbyll,Aluta, Dumbrovitza, Sireth und Pruth) und dem Balkan (Morava und Isker).
Der Quellbezirk der Donau reicht von Donaueschingen bis Ulm, 26 geo-grafische Meilen Länge, mit 60—70 Schritt grösster Breite und 40' durchschnitt-licher Fall auf 1 geografische Meile. In dem oberen Stufenlande zwischenUlm-Passau (867 ' über dem schwarzen Meer), 44, 5 Meilen, wechselt die Breite von80—304 Schritt und das Gefälle ist auf 1 Meile Länge im Durchschnitt 11 '.Das mittlere Stufenland ist zwischen Passau und Wien (406' über demMeer), 37,75 geografische Meilen (Passau-Linz 10,5) lang, die Breite des Stromsbewegt sich zwischen 400 und 2400 '; die Schnelle ist auf den Durchschnitt1 Längenmeile zwischen Passau und Linz 11 ', zwischen Linz und Wien nur8', in den Stromschnellen aber (bei Grein, Krems, Stein) mindestens 16'. Der