Die Deutschen Wasserstrassen.
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bürgen — enthält so viele Elemente und Keime, der höchsten materiellen Ent-wicklungen fähig, dass es nur der Gewissheit eines dauernden Friedenszustandesbedarf, um binnen einigen Jahrzehnten dort die Blüthen und Früchte des gedie-gendsten Wohlstandes dicht geschaart zu erblicken. — Aber leider ist dazu nocheine Vorbedingung zu machen, deren Erfüllung für jetzt ausserhalb derMacht Oesterreichs zu liegen scheint; nämlich ein guter und freier Weg zumschwarzen Meer. Das schwarze Meer nimmt die Donau auf und deshalb sinddie Stromanwohner auf diese Wasserstrasse angewiesen; deren unterer Theiljetzt in den Händen einer kraftlosen Regierung ist; deren Ausmündung abervor einem Vierteljahrhundert, von kurzsichtigen Staatsmännern dem —-Erbfeindedes Finflusses Oesterreichs auf der Balkan-Halbinsel, — überliefert wurde. DieseVerhältnisse müssen geändert werden, — die schönsten Hoffnungen des einheit-lichen Kaiserstaats sind sonst nicht zu verwirklichen. Oesterreich, und durch das-selbe das übrige Deutschland, müssen eine freie und gute Donau-Strasse erlangen ;das ist ein wichtiger Theil des unveränderlichen politischen Systems der Oesterr.Regierung, eines Systems welches in manchen Drangsalen schon die Rettung desStaats bewirkt hat. —
SaatsVerträge über die Donau sind abgeschlossen; zwischen Oester-reich und Russland unter dem 25. Juli 1840, abgelaufen den 22. September1850; erneuert den 13. November 1850 auf 1 Jahr und seitdem (so weit veröff-entlicht) nicht wieder; —-zwischen Oesterreich und Bayern am 2. Dezember 1851drei Verträge, welchen seitdem die Württembergische Regierung beigetreten ist;das erste Beispiel einer zollfrei gemachten gemeinschaftlichen Wasserstrasse; —zwischen Bayern und Russland am 30. Juni 1853 ein Gegenseitigkeitsvertraghinsichtlich der Donau-Schifffahrt; — (Reg. BI. für Bayern von 1852, S. 716;Hand. Archiv von 1853, II, S. 224); — mehrere ältere Verträge (umfassende-ren Inhalts) zwischen Oesterreich und der Pforte, deren betreffender Inhalt imApril 1853 auf Bayern und Württemberg ausgedehnt ist. —
Die Aufzeichnungen über die Schiffbwegung und die Waarenbe-förderung auf der Donau sind nur hinsichtlich der Dampfschifffahrt (z. v.oben, S. 569 ff.) vollständig; in Beziehung auf die sonstigen Fahrzeuge aber fandbisher nur am Eintrittspunkte (Engelhartszell) und am Austrittspunkte nach Ungarn(Theben) eine genauere Verzeichnung Statt. Diese ergab z. B. für 1850 Folgendes:
I. Engelhartszell:
1. In der Thalfahrt:
a) im Verkehr mit dem Auslande 1027 162
Schiffe,beladen. leer.
Flösse. Zusamm. Fahrzeuge.
beladen, leer. beladen. leer.
1552
525 74
236
b)
5 ?
„ „ „ Inlande
1775
229
53
5
1828
234
Zusammen
2802
391
578
79
3380
470
2. der Bergfahrt:
a)
im
Verkehre mit dem Auslande
47
76
—
—
47
76
b)
„ „ „ Inlande
15
22
—
—
15
22
Zusammen 62
98
— 62 98
Im Ganzen 2864 489 578 79 3442 568