Handels-Bewegung — Steuerverein.
677
Einfuhr z. Lande. Einf. z. See. Gesammt-Einfuhr.
Benennung der eingeführten Waaren.
Kolli.
Kolli.
Kolli.
Kontanten.
418
23
441
Gemälde.
43
14
57
Reiseeffekten.
649
193
842
Dutz.
Dutz.
Dutz.
Holz : Bretter, Dielen.
46
80056
80102
Mark.
Mark.
Mark.
Holz: Balken, Sparren, Latten ....
105229
206215
311444
Last.
Last.
Last.
Getreide.
1823/4
48443/4
5027J/1
Taxirtes Gewicht Pfd.
16,387064
164,779810
181,166874
Hierzu vorstehendes Gewicht
39,074086
38,464398
77,538484
Zusammen Pfd.
55,461150
203,244208
258,705358
Stück.
Stück.
Stück.
Vieh.
12895
28
12923
Bemerkung. Alles Getreide, Eapssaat u. s. w., welches aus der Umgegend mit Land-fuhren eingeführt wird, erlegt keinen Zoll, ist mithin keiner Kontrole unterworfen und daher inden vorstehenden Aufgaben nicht mit einbegriffen. Desgleichen haben alle Konsumtions-Gegen-stände, welche von der Umgegend zugeführt werden und bei der Einfuhr sofort Accise bezah-len, als: Butter, Käse, Brennholz u. s. w., in den obigen Aufgaben unberücksichtigt bleibenmüssen, da sie der Zoll-Kontrole nicht unterliegen.
Der Seehafen von Lübeck befindet sich, (zu Lande 2 Meilen lindzu Wasser 4 Meilen davon) bei Travemünde. Die Einfahrt in denselben ist ge-fahrlos; sie geht in nordöstlicher Richtung etwa 1500 Fuss lang über die s. g.Plate in etwa 300—400 Fuss Breite bis an die Moolen, ist durch Tonnen und Baakengenau bezeichnet und durch ein gutes Leuchtfeuer gesichert, dem für nächtli-liche Einsegelungen noch ein rothes Licht Zutritt. — Die Wassertiefe in derEinfahrt und im Hafen ist 16 Fuss bei gewöhnlichem Wasserstande. OrdinärNiedrig- und ordinär Hochwasser sind resp. 2 Fuss weniger oder mehr. — DerTravemünder Hafen ist, etwa 4000 Fuss lang und 500 Fuss breit. Das Fahr-wasser nach Lübeck, die Trave, ist im Minimum 180 Fuss breit und wird seitFrühjahr 1854, wo die Bagger-Arbeiten vollendet sein werden, überall 14 FussTiefe haben.
Zu 3 b) S teuer verein. Die im Steuerverein für den Grenzverkehr an-geordneten Listen waren derj Art, dass man von der Einfuhr nur die ver-steuerten Mengen (ohne Werthangabe), auch davon aber nicht deren Herkunftoder Eintrittsstelle, häufig sogar nicht deren einzelne Bestandtheile fand. DieAusfuh rnacliweise enthielten gar nur die wenigen einer Ausgangsabgabe unter-worfenen Artikel nach ihrer Menge. Sehr begreiflich ist dass solche Grund-lagen, für die Statistik wenig Entwicklungsanhaite darboten und die Regierungen desSteuervereins selbst müssen dieses gefühlt haben, denn sie haben nur selten undgelegentlich (z. B. als Belege zu Vorlagen an die Stände) Darstellungen überdie Waarenbewegung veröffentlicht. Diese Lücken habe ich in meiner Statistikdes Königreichs Hanover (II, 394 ff.) und in der Zeitschrift des Vereins für