Handels-Bewegung — Hannover.
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scliäft für von Hüll in das Münstersche gehenden Twist hebt sich allmählig,und wird durch Zollanschluss und Eisenbahnen bald grosse Lebhaftigkeit er-langen. — Die wichtigsten einzelnen Plätze sind:
d) Emden (Wiarda Gesell. von Ostfriesland und Arends Ostfriesland und Joverland ;meine Statistik von Hannover II, S. 225; Hannovers Seeschifffahrt, Leer 1853, Heft 2; Lehr-und Lesebuch des Königr. Hannover, 3te Auflage, Hannover 1852, S. 53 ff.; Ostfr. Ztg. von1845, Nr. 22; Ueber die Handels-Zuständ® der Emshäfen, Emden 1850; Mitth. d. Gew. Ver. f. d.Königreich Hannover, Lief. 40, S. 335, Lief. 48(9, S. 236; Hannov. Magazin 1846, Nr. 23; Frisia von1845, Nr. 18; Hannov. Land.-Bl.von 1846, Nr. 40; Oehlrich, Deutschland zur See, S. 157; BremerHand.-Bl. 1853, Nr. 85, 86, 90; — über Fahrwasser und Hafen insbesondere: Aktenstücke derHannov. Stände, 1848, S. 336 und 1035, 1853, S. 943, 1854, S. 163; Ostfries. Zeitung seit 1846.)— Emden liegt an einer Bucht der rechten Emsseite, welche früher das eigent-liche Emsbette bildete; die aber, nachdem der Fluss eine gerade Richtung aufdie Landspitze „Knoke“ zu genommen hat, immer mehr zusandete. — Yon denbeiden Armen der Ems, der Oster- und Wester-Ems, ist die Letztere für dieSchifffahrt so vorzüglich günstig, dass auf der Strecke, von ihrer Ausmündungin die Nordsee bis zur Landspitze Knoke (8 Meilen Länge) das Fahrwasser ander engsten Stelle 1 /is Meile breit ist und bei niedrigster Ebbe mindestens 30Fuss Wasser hat. Bereits im Jahre 1768 wurde ein künstliches Fahrwasser von1500 Ruthen Länge durch jene Emdener Bucht, nach dem eigentlichen Ems-strome, eröffnet; welches unmittelbar vor der Stadt den Aussenhafen bildet. Auchdieser Kanal versandete begreiflich an seiner Einmündung in die Ems, weil er un-geschützt war und blieb bald nur bei höherem Wasserstande fahrbar; so dass alleetwas tiefgehenden Seeschiffe, auf der Rhede (am Hoek van Logum), etwa 1 /i Meileentfernt von der Stadt, laden und löschen mussten. Um diesen Uebelständen ab-zuhelfen und daneben angetrieben durch den Plan einer Eisenbahnanlage nachder Oberems, hat man in den Jahren 1846/8, durch die Insel Nesserland, einen1000 Ruthen langen Kanal gegraben, dessen Ausmündung in das offene Ems-fahrwasser durch eine Schleussc (eröffnet im Oktober 1848) geschützt ist. DieseBauten zusammengenommen haben etwa 400000 Thlr. gekostet, welche theilsvon der Staatskasse, theils von Emden getragen sind. Nach dem vollgültigenZeugnisse eines Sachkundigen (in Nr. 136 der Ostfriesischen Zeitung von 1849)wird der Zweck der Anlage erreicht; nämlich; der Schutz der Stadt gegen hoheFluthen, die bessere Abführung des Binnenwassers, die Vertiefung des Fahr-wassers, die Verbesserung der Häfen und deren unmittelbare Verbindung mitder Eisenbahn. Die planmäsige Tiefe der beiden Häfen (Raths-Delft und Faldern-Delft) des Binnen- und des Aussen-Kanals, soll 14 Fuss unter Fluthnull (nachdem Nullpunkte am Larreiter Pegel) sein; während sie früher höchstens 10 Fusswar. An der Einfahrt in das neue Emder Fahrwasser sind, bei niedrigster Ebbe5 bis 6 Fuss Wassertiefe. Duvch Vertrag vom 6. Juli 1846 hat die Stadt Emdenden Unterhalt der Häfen und Kanalanlagen übernommen, hegt jedoch den Wunschden Staat dafür eintreten zu sehen; was allerdings nöthig sein dürfte, wennman die Entwicklung Emdens zu einem grossen Seeplatze beabsichtigt: wozu
V. Raden, Statistik v, Europa.
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