732 Handels Erwerb. ;
(Tables of Revenue, Commerce etc. Foreign Countries, London 1852 p.
609 fT.) — rlei' Almanah Populär para o anno de 1852, welchen Herr Hauptm.Seubert in Stuttgart zu seinen Mitth. in Hübners Statist. Zeitschrift benutzt hat,war mir nicht zugänglich).
Die wichtigsten Gegenstände des Verkehrs waren z. B. im Jahre 184&, bei derEinfuhr nach Portugal ans Oesterreich: Getreide für 10,018000, Glas für 1,425000, Leinenfür 3,800000 M. Reis; aus Hamburg: Fische für 1,023000, Metalle für 19,878050, Glas für6,630240, Leinen für 30,082750, Wollenwaaren für 8,143000, Baumwollwaaren für 14,701900;aus Holland: Getreide für 6,9110(10, Metalle für 10,176000 M. R. — Bei der Ausfuhr vonPortugal nach Belgien: Südfrüchte für 31,46000, chemische Erzeugnisse (Salz) für 1,988000;nach Bremen: Getränke, für 11,755171; nach Hamburg: Getränke für 157,777235, Südfrüchtefür 8,048000, Holz und Holzwaaren für 3,620000; nach Holland: Getränke für 5,498576, Süd- |fruchte für 56,629300, Wolle für 3,620000; nach Preussen: Getränke für 4,036503, Salz für8,836000 M. Reis. .
Ueber den Handel von Lissabon im Jahre 1853 liegt ein Russischer !Konsular-Bericht mir vor, welchem ich Folgendes entnehme: ;
Der Vergleich der Ergebnisse des Einfuhrhandels von 1852 und 1853 fällt ,zum Vortheil des letztgenannten Jahres aus, namentlich im Betreff von Drogne- I
rien, Spiegelglas, Piano’s, Quinkaillerien und Seidenwaaren, die d8r neue Ta- j
rif sämmtlich begünstigt. Die Zoll-Einnahmen haben sich aber, in Folge der jTarif-Herabsetzung für diese Artikel, trotz deren weit bedeutenderen Einfuhr in1853, um 885000 Fr. vermindert. Den grössten Vortheil des ermässigten Tarifs I
hat Frankreich gezogen, ihm zunächst England und dann Hamburg. Die Be- j
theiligung der übrigen Länder an der Einfuhr von Luxusartikeln war, vor- j
gleichsweise, höchst gering. Der Ausfuhrhandel hat wenig Veränderung er-fahren, mit Ausnahme von Weinen, deren Versendung bedeutend zugenommen hat.
Unter den wichtigen neuen Masregeln, welche die Regierung für die Han-dels-Interessen getroffen hat, verdient die Einstellung des ausschliesslichenPrivilegiums der Gesellschaft für Setubal-Salz und Duero-Wein hervorge-hoben zu werden, weil dadurch langjährige Missbrauche abgeschafft und derAusfuhrhandel bedeutender Hemmnisse erledigt worden. Was die Tarif-Verände-rungen betrifft, so haben dieselhen mehr Thätigkeit in den Einfuhrhandel ge-bracht und die innere Industrie, durch Anspornung zum Nacheifern, sehr gelio- ;
ben — wie sich dies schon auf der letzten Londoner Ausstellung bewährt hat. ;
Sonstige erwähnenswerthe Verbesserungen sind noch: die Feststellung eines j
einzigen Zinsfusses von 3°/o für die Staatsschuld; der Bau von Eisenbahnen j
nach verschiedenen Richtungen bis nach Santurem; die Errichtung einer land- i
wirtschaftlichen und botanischen Schule, mit Filialen in sämmtlichen Provin- |
zen, u. s. w. j
Einfuhr. Der Gesammtwerth der Einfuhr in den Hafen von Lissabon j
während des Jahres 1853 belief sich auf die Summe von 36,346560 Franken.
Die an dem Einfuhrhandel am mehrsten betheiligten Länder waren: