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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Anstalten für Erwerb und Verkehr.

diente (z. v. die landesherrlichen Bekanntmachungen vom 23. März und 16.Juli 1825); Hempel a. a. 0. Seite 144 und Anhang zählt für 1842 schon 54/gMeile Chausseestrecken auf und jetzt gibt es obige 26 Meilen Aktienstrassen,62Y2 Meilen Staatsstrassen und 30 s /s Meilen sonstiger chaussirter Wege, u. s. w.,

zusammen 126 Meilen, welche das Staatshandbuch für 1854, S. 188 ff., ein-zeln aufzählt; also auf 1 □Meile Flächengehalt im Durchschnitt 0,52 Längen-meilen. (Die Chausseemeilen sind zu 24000 Rheinld. Fuss berechnet). Der Land-tag von 1830 bewilligte für 100 Meilen Chausseen 1 Milk Thaler N. 2 /3 alsLandeshülfe, welche seit 1834 auf 15000 Thaler für jede Meile erhöht sind.Zu vergl. Landtagsverhandlungen von 1844, S. 127, 242, 269 (aus der Chausee-baukasse waren vom 1. Juli 1831 bis dahin 1844 zu Chausseebauten 1,158116Thlr. gezahlt); 1845, S. 68, 243 (bis 1. Juli 1845 desgl. 1,303120; Schuldder Chausseebaukasse 1,120400 Thlr.), 251; 1846, S. 143 ff., 381 (Schuld dieserKasse der Landeshülfe für den Chaussee- und Wasserbau pro term. Johannis1846 incl. 1,346000 Thlr. N. 2 /s). Strelitz nimmt nur an diesem alten Bau-fonds für die im Jahre 1830 bezeichneten 100 Meilen Theil, nicht aber an demNeuen. Baurechnungen finden sich in den Aktenstücken nicht.

Die im Schweriner Etat für 1850/1 einzeln bezeichneten 62V2 MeilenStaatsstrassen sollten 37687 Thlr. K. eintragen, also jede Meile durchschnittk603 Thaler. Davon sind 37560 Thlr. Chausseegeld (worunter von den Posten ;3852), welches in Gemäsheit des Tarifs vom 12. März 1827 für die Berlin-Ham-burger Strasse berechnet ist, obgleich es viele Abweichungen davon auf einzel-nen Strecken giebt. Früher kamen 1000 bis 1200 Thlr. von einer Durchschnitts-meile auf, jetzt entziehen die Eisenbahnen den wichtigsten Staatsstrassen einenTheil ihres Verkehrs.Einige der benrerkensw erthesten Verordnun- :gen sind: vom 14. Juli 1827 Polizeiordnung für die Berlin-Hamburger Chaussee:vom 3. Juni 1843 revidirte Chaussee-Polizeiordnung vom 10. Dezember 1846,Beseitigung der Hindernisse auf Chausseen betreffend. Für nicht chaussirteStrassen die Wegeordnung vom 29. Juni 1824, das Verzeichniss der Haupt-und Landstrassen vom 12. Mai 1829, das Gesetz wegen des Unterhalts derKommunikationswege vom 19. Februar 1842; sodann die Zwangsenteig-nungs-Gesetze vom 9. April 1827, 11. Mai 1832, 3. Januar 1837, 6. Jan.1842, 29. März 1845;ferner die Vorschriften in der Gesetzsammlung von1848, Bd. III, S. 287, 324, 353. Zir vergl. die Verhandlung über Feld- undAekerwege, in den Annalen der Mecklenbg. patriotischen Gesellschaft, 1851,VI, Seite 141.

Die im Herzogthum S tr eli tz vorhandenen 16 Meilen Staatsstrassen stehenunter Leitung des Baudepartement, des Kammer- und Forstkollegiums; die Ober-aufsicht über die Schöuberg-Ratz e b urger Chaussee führt der dortige Land- jdrost. In den Etat des Grossherzogthums Strelitz wird weder eine Einnahme Inoch eine Ausgabe von diesem Dienstzweige aufgenommen, weil bisher die idraus see-Administrations-K ass'e keiner Zuschüsse bedurft hat; obgleichdie ord. Posten kein Chausseegeld erlegen, auch die Benutzung sehr abgc-