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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Anstalten für Erwerb und Verkehr.

Mitglied des Deutsch - Oesterreichischen Postvereins geworden ist. Die wirk-liche Einnahme an Brief- und Prachtporto war im Jahre 1847/8: 211524 Thlr.Kour. Auch der Ertrag des Personengeldes hat durch die Eröffnung derMecklenburgischen Eisenbahnen einen Ausfall von 28000 Thlr. erlitten, woge-gen allerdings auch eine Anzahl entsprechender Ausgaben aufhörte. Sodann istdie Aufhebung des Stationsgeldes, mittelst Verfügung vom 5. Juli 1849,zu erwähnen. Die Provision für den Z ei tungs d ebit beträgt nach der Ver-ordnung vom 20. Juni 1849 allgemein 25% vom Reineinkaufspreise.

b. Hinsichtlich des Grossherzogth. Mecklenburg-Strelitz ist die Aus-übung des Postregals im Fürstenth. Ratzeburg einstweilen an Mecklenburg-Schwerin überlassen; im Herzogth. Strelitz leitet das Kammer- und Forst-Kol-legium dasselbe. Unter demselben stehen 10 Postanstalten oder Postexpeditionen,sowie die Zentral-Postkasse. Von den Strelitz’schen Postanstalten kommt also1 auf 2,88 QM. und 8335 Einwohner; oder auf 1 QM. kommt 0,30, auf10000 Einwohner 1,20 Postanstalt. — In der Rechnung für 1847/8 stehtzwar ein Postgelderüberschuss von 5002 Thlr. Gold, jedoch beträgt, nach den bei-gefügten Erläuterungen, der eigentliche Jahresüberschuss nur 2000 Thlr. G.,wovon jedoch noch Pensionen (180), Reisediäten, Baukosten und Natural-De-putate (296) abgehen; so dass der wirkliche Ueberschuss sich auf etwa1000 Thlr. Gold beschränken wird. Die Kosten der Postanstalt betrugen 1846/7:25298 Thlr. Kour. und die ebengedachten etwa 1000 Thlr., wonach die Roh-einnahme zu 28000 Thlr. Kour. und die Gewinnungskosten zu 90,35 Proz. sichberechnen lassen.

Nachweise über Betriebsergebnisse scheinen in Mecklenburg bisher nichtveröffentlicht zu sein.

12. Hansestädte.

In Hamburg befinden sich, ausser der eigenen Postanstalt des Staats,Postämter des Fürsten von Thum und Taxis, von Dänemark, Schweden undNorwegen, Preussen, Hannover und Mecklenburg. Bremen besitzt, neben sei-ner Staatspost, Postämter von Preussen, Hannover und Thurn und Taxis. Ausserder Stadtpost ist in Lübeck ein Dänisches Oberpostamt und ein Fürstl. Taxis-sches Postamt.

Wenn ich, meiner statistischen Gewohnheit getreu, auf Grund der vor-stehenden Einzelnachweise, auch über den Postbetrieb in Deutschlandund in den wichtigsten übrigen Staaten von Europa, eine vergleichendeZusammenstellung versuche; so ist wiederum die Vorklage: über lücken-haftes, oder ungleichmäsig behandeltes, oder ganz fehlendes Material, nicht zuvermeiden. Daneben aber kann hier ein verhältnissmäsig grosser Fortschrittder Statistik bezeugt werden, der vorzugsweise durch den Deutsch-Oesterr.Postverein bewirkt ist; wie denn ja überhaupt in und für Deutschland, bedeu-